Harry, 61, hält ein Plädoyer für das Berliner Umland, den Nahverkehr und äußert leise Kritik am verschwenderischen Umgang der Stadt mit Geld.
Seit 2003 wohne ich mit meiner Familie in Berlin-Marzahn, Nahe der "Gärten der Welt", in einer wunderschönen, grünen
Umgebung. Wenn ich Zeit habe, wandere ich von den Ahrensfelder Bergen, an der Wuhle entlang, zum Kienberg. Mein Zwergdackel ist mir dabei ein treuer Begleiter. Brecht sagte einmal treffend: "Es gibt einen Grund, warum man Berlin anderen Städten vorziehen kann: Weil es sich ständig verändert."
Ich meine: Berlin ist eine Stadt mit dem gewissen Etwas, eine Stadt voller Kontraste in seinen Kiezen. Unser Berlin ist voller Tempo und Turbolenzen. Irgendwo ist immer der Bär los. Hier findet man Kultur, Theater, Kunst, Nightlife und tolle Sportveranstaltungen, wie die Fußball-WM 2006. "Zu Gast bei Freunden!"- war nicht nur ein Motto, sondern wurde er- und gelebt. Was für eine tolle Begeisterung war das!
Meine Lieblingsplätze sind der Alexanderplatz, der Tauentzien, die Hackeschen Höfe, der Gendarmenmarkt, der Potsdamer- und der Pariser Platz mit seinem geschichtsträchtigem Brandenburger Tor. Besuchern empfehle ich vor allem den Kuhdamm, die Oranienburger Str.und die Friedrichstraße anzusehen. Wasserfreunden können die Naturreize an den vielen Berliner Flüssen und Seen genießen. Gerne gehe ich mit meinen 2 Enkelsöhnen (7 und 3 Jahre alt) in den Berliner Gärten, Parks und Forsten spazieren.
Leider aber gibt es auch Dinge, die mir an Berlin nicht gefallen. So z.B. macht sich Vandalismus immer breiter, Wartehäuschen werden zerstört, Wände und Häuser beschmiert, öffentliche Verkehrsmittel, S-, U-, Straßenbahnen und Busse verschmutzt und Scheiben zerkratzt. Wir können doch stolz auf unsere Nahverkehrsmittel sein. Warum glauben einige wenige Menschen sie zerstören zu müssen?
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