Wird „Autos abfackeln“ zum neuen Trendsport der Selbstgerechten? In diesem Jahr wurden bislang schon 250 Autos in Berlin angesteckt; 2008 waren es lediglich 104. Eine Erklärung für diesen Anstieg scheint niemand so recht zu haben.
Wem der Adrenalin-Kick von Bungee-Jumping und Co. nicht reicht, dem bleibt heutzutage anscheinend nur noch, das Statussymbol schlechthin zu zerstören, um so den Otto-Normal-Deutschen dort zu treffen, wo es ihm richtig weh tut. Oder versteckt sich gerade hier die politische Aussage der Brandstifter? Sind die ausgebrannten Wracks die Überbleibsel missverstandener Protestaktionen?
Fast wünscht man sich, dass diese Brandanschläge nicht politisch motiviert sind. Wenn es hier nur um Zerstörungswut geht, werden weiterhin Autos, Mülltonnen und alles andere, was gedankenlos auf die Straßen gestellt wurde, brennen. Meinen die Akteure aber, sich durch die Brandstiftungen zu Vollstreckern des Volkszorns aufzuschwingen, kann einem angst und bange werden. Was ist dann als nächstes dran?












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