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Der glückliche Donnerstag - Freier Eintritt in staatlichen Berliner Museen
Foto: Rosebud 23, Quelle Lizenz: Creative Commons (cc)

Der glückliche Donnerstag - Freier Eintritt in staatlichen Berliner Museen

von Alina

 

Freier Eintritt in Berliner Museen war einmal ... und ist nicht mehr

Mehr dazu hier. Schade. Für Nostalgiker gibts hier die Vergangenheit zum Nachlesen.

Was haben mexikanische Tonschalen, preußische Gärten und Adam und Eva gemeinsam? 

Sie alle sind derzeit Berliner, und zuhause oder zu Gast in den Berliner Museen. Das Angebot an unterschiedlichsten Ausstellungen verschiedener Themenbereiche ist in Berlin fast unüberschaubar. Scheinbar wöchentlich schießen neue Galerien aus dem Boden, die mehr oder weniger bekannten Künstlern eine Plattform bieten. Der interessierte Besucher stöbert Kataloge, sucht hilflos nach Übersicht und endet auf der Museumsinsel oder in einer Sackgasse in Mitte. Die staatlichen Museen bilden mit ihren ständigen Ausstellungen eine Konstante im ständigen Wechsel der Ausstellungsinhalte, und anders als bei den meisten wechselnden Ausstellungen, findet man hier auch die Gelegenheit, sich kostenlos umzusehen. So bieten alle staatlichen Museen jeden Donnerstag Interessierten die Möglichkeit, sich vier Stunden vor Schließung (meist ab 18 Uhr bis 22 Uhr) kostenlos in den ständigen Ausstellungen umzusehen. Wer denkt, es gäbe hier nichts zu entdecken, der irrt. 

 

Wer sich beispielsweise auf der Museumsinsel treiben lässt, findet Cézanne zwischen anderen Impressionisten, Szenen vom Feld, den Tod aus Holz geschnitzt oder Dürers Sündenfall in einer Ecke neben dem Durchgang an zwei Drahtseilen. Hier kann man auch verschiedene, in unglaublicher Feinheit hergestellte Amulette und Münzen sehen, sowie frühe Keramiken oder Wandgemälde, die an Westerwelles Ausspruch von der spätrömischen Dekadenz erinnern, religiöse Reliquien, die gekreuzigte Mühsal und riesige, goldverzierte Altäre, die irgendwann einmal Irre kontemplativ mit einem Messer und Schleifpapier gefertigt haben müssen. Wir stehen zwischen Caspar David Friedrich und Arnold Böcklin und staunen über die modernen Titel, die selbstironischen Kommentare, die oft erschreckend aktuelle Perspektivwahl. Das Bodemuseum selbst mit seiner majestätischen Kuppelarchitektur ist schon einen Besuch wert.

 

Aber nicht nur auf der ohnehin schon stark frequentierten Insel können Besucher sich umsonst umsehen, auch Museen wie die Temporäre Kunsthalle, oder Plätze mit so vielversprechenden Namen wie Museum der Unerhörten Dinge, Spezialmuseen wie das Zuckermuseum, das Zweiradmuseum, das Knoblauchhaus oder das Heizungsmuseum Köpenick bieten Freibesuche an. 

 

Eine Übersicht der beteiligten Museen gibt es unter http://www.museumsportal-berlin.de/besucherinfo/gut-zu-wissen/entrittfre...

Und für alle Unter16jährigen ist der Eintritt ohnehin umsonst.

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