Welch ein Aufschrei! Nicht das Gebrüll des PS-starken Achzylinders des italienischen Sportwagens ist gemeint, sondern die Entrüstung darüber, dass ausgerechnet ein selbsternannter Sozialkapitalist mit einem jährlichen Umsatz von 12 Millionen Euro sich so ein Gefährt als Dienstwagen gönnt - Chauffeur inklusive! Eigentlich nichts besonderes in der Welt der freien Wirtschaft. Doch in diesem Fall verhält es sich eben anders. Harald Ehlert ist Chef der Berliner Treberhilfe, einer Hilfsorganisation, welche sich um Obdachlose kümmert, Menschen vom Rande der Gesellschaft zurück in das soziale Leben führt und erst kürzlich eine Villa zu einem Wohnheim für Frauen umgebaut hat.
Durchaus lobenswert, was Harald Ehlert da auf die Beine gestellt hat. Wäre da doch nur nicht dieser Maserati Quattroporte im Wert von 114.000,- Euro! Naja, die weißen 3er BMW mit integrierten Laptops lassen wir mal aussen vor, ebenso den BMW X5 und die 1er Cabrios. Nun stellt sich aber dennoch die Frage wieso sich ein Mann für einen solchen Wagen rechtfertigen muss, wenn er doch immerhin ganz alleine und aus freien Stücken einen sozialen Dienst auf die Beine gestellt hat und sich mit immerhin 280 Mitarbeitern um die Ärmsten der Armen kümmert. Kritiker monieren, dass der Wagen vom Steuerzahler finanziert wird - das stimmt aber so nicht. Denn die Treberhilfe ist keine Stiftung und auch kein e.V., sondern eine GmbH.
Ist es also unangemessen, wenn der Chef einer sozialen Einrichtung mit einem solchen Untersatz durch Berlin braust und den Menschen auf der Straße seine Hilfe zukommen lässt? Ich finde nicht, denn wer Gutes tut, sollte auch Gutes ernten dürfen. Und den Obdachlosen ist es wohl ziemlich egal ob das ersehnte Heil im Maserati vorfährt, oder im VW Hippiebus.









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