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Die Treberhilfe kommt im Maserati
Foto: exfordy / Quelle

Die Treberhilfe kommt im Maserati

von Jan

Welch ein Aufschrei! Nicht das Gebrüll des PS-starken Achzylinders des italienischen Sportwagens ist gemeint, sondern die Entrüstung darüber, dass ausgerechnet ein selbsternannter Sozialkapitalist mit einem jährlichen Umsatz von 12 Millionen Euro sich so ein Gefährt als Dienstwagen gönnt - Chauffeur inklusive! Eigentlich nichts besonderes in der Welt der freien Wirtschaft. Doch in diesem Fall verhält es sich eben anders. Harald Ehlert ist Chef der Berliner Treberhilfe, einer Hilfsorganisation, welche sich um Obdachlose kümmert, Menschen vom Rande der Gesellschaft zurück in das soziale Leben führt und erst kürzlich eine Villa zu einem Wohnheim für Frauen umgebaut hat.

Durchaus lobenswert, was Harald Ehlert da auf die Beine gestellt hat. Wäre da doch nur nicht dieser Maserati Quattroporte im Wert von 114.000,- Euro! Naja, die weißen 3er BMW mit integrierten Laptops lassen wir mal aussen vor, ebenso den BMW X5 und die 1er Cabrios. Nun stellt sich aber dennoch die Frage wieso sich ein Mann für einen solchen Wagen rechtfertigen muss, wenn er doch immerhin ganz alleine und aus freien Stücken einen sozialen Dienst auf die Beine gestellt hat und sich mit immerhin 280 Mitarbeitern um die Ärmsten der Armen kümmert. Kritiker monieren, dass der Wagen vom Steuerzahler finanziert wird - das stimmt aber so nicht. Denn die Treberhilfe ist keine Stiftung und auch kein e.V., sondern eine GmbH.

Ist es also unangemessen, wenn der Chef einer sozialen Einrichtung mit einem solchen Untersatz durch Berlin braust und den Menschen auf der Straße seine Hilfe zukommen lässt? Ich finde nicht, denn wer Gutes tut, sollte auch Gutes ernten dürfen. Und den Obdachlosen ist es wohl ziemlich egal ob das ersehnte Heil im Maserati vorfährt, oder im VW Hippiebus.

 

Jan hat am 25. Februar 2010 - 11:49 ein Erlebnis hinzugefügt

Ehlert verkauft Maserati

Das hat Harald Ehlert wohl so nicht erwartet. Auf Grund des großen medialen Interesses und des Aufschreis aus der Bevölkerung lässt der "Maserati-Mann" sein Amt vorerst ruhen. Dem nicht genug. Auch das Streitobjekt, der Maserati Quattroporte, wurde inzwischen verkauft! Und es kommt noch dicker! Harald Ehlert will seine Anteile an der Treberhilfe an selbige verkaufen. Weiterlesen

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Kommentare

Rpd-Berlin
Rpd-Berlin - 26.02.2010 - 11:04
es ist schon verwunderlich, wenn jemand einen Sportwagen als Dienstwagen fährt, wird sofort die große Umweltbelastung angeprangert und Menschen die nichtmal die Frau des besagten Sportwagenfahrers kennen ihr auch noch das Tragen oder sogar das Kaufen von Pelzen unterstellen kommen in den Verdacht nur etwas sagen zu wollen, bedeutend o.unbedeutend. Warum hast du nicht einen Kommentar geschrieben über den Einsatz von Elektrofahrzeugen ( janz jelektrisch, voll geil)? Ohne Hintergrundwissen aus der Bild ist es schon nicht mehr so einfach seine Meinung zu sagen.
Gast (nicht überprüft) - 24.02.2010 - 11:50
Schon ziemlich dekadent, das der Herr sich leistet. Aber er tut sicherlich auch sehr viel Gutes! Soll er seinen Maserati fahren, solange er sich weiterhin um die Bedürftigen kümmert ist das für mich okay. Ein etwas weniger "protziges" Auto hätte es aber sicherlich auch getan!
MarleneBerlin
MarleneBerlin - 23.02.2010 - 23:18
Ich denke, dass Menschen mit fetten Schlitten ein Problem mit ihrem Selbsbewusstsein haben. Schlimmer ist, dass solche Menschen keinen Sinn für Umwelt und Natur besitzen.Wasser predigen aber Wein trinken. Sie verpessten die Umwelt ohne Rücksicht auf Verluste. Es würde mich nicht wundern, wenn seine Frau den Kleiderschrank noch voller Pelzmäntel hat ohne schlechtes Gewissen. Mehr kann man zu solchen Leuten einfach nicht sagen. Nichts dazugelernt..Haupsache ich....
Sonja_W
Sonja_W - 23.02.2010 - 14:57
"...wer Gutes tut, sollte auch Gutes ernten dürfen. " Soweit so richtig. Doch finde ich es ziemlich unangebracht als Chef einer sozialen Einrichtung, die sich hauptsächlich um Leute kümmert, die oft noch nichteinmal ein Dach über dem Kopf haben, ein solches Auto als DIENSTWAGEN zu fahren. Welchea Auto der Mann PRIVAT fährt ist zu Recht seine Sache. Mit einem Masarati als Dienstwagen hat der Chef eines sozialen Dienstes allerdings ein Glaubwürdigkeitsproblem.

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