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Falafel
© incasetheycallmyname

Falafel

 

Falafel, was ist nur aus dir geworden. An deutschen Imbissbuden ist der Falafel das vegetarische Stiefkind des Döner. Nun sagt das vermutlich mehr über die Essgewohnheiten der Europäer als über den Falafel selbst, der hat sich nämlich bereits einige tausend Jahre alleine durchgeschlagen. Vermutlich als ein von den christlichen Kopten im alten Ägypten zur Fastenzeit entwickeltes Gericht zieht sich der Falafel als beliebte Speise durch die gesamte nahöstliche Küche und ist vor allem im arabisch-palästinensichen Raum sehr beliebt. Auch die zugewanderten Juden haben den Falafel schnell zum israelischen Nationalgericht erhoben. Und das hat seine Gründe: Bestehend aus den sehr eiweißhaltigen Kichererbsen und Bohnen sowie Gewürzen ist der Falafel eine vitaminreiche Nahrungsergänzung (die Kichererbse liefert unter anderem B-Vitamine, Lysin, Phenylalanin, Magnesium, Threonin, Lysin, Eisen, Zink und Folsäure) und steht sogar im Verdacht, gegen Herzkrankheiten und Krebs zu wirken. Bei der Zubereitung braucht man etwas wenig vegetarisch anmutendes, nämlich einen hübschen Fleischwolf, durch den man die Kichererbsen sowie Zwiebel und Knoblauch treiben kann. Dem ganzen werden Mehl und Backpulver beigegeben, abgeschmeckt wird der Falafel mit Koriander, Kreuzkümmel, Chilipulver oder Petersilie. Üblicherweise werden Falafel im Anschluss frittiert, aber man kann sie auch mit Sonnenblumenöl bepinselt im Ofen backen, bis sie eine knusprige Konsistenz erreicht haben. Traditionell serviert wird Falafel mit Dips und Saucen, wie etwa Tahina (Sesampaste) oder Hummus (noch mehr Kichererbsen, diesmal in Pastenform).

 

Seinen schlechten Ruf bezieht der Falafel vor allen Dingen daraus, dass die Falafel, die an den gängigen Imbissbuden verkauft werden, meist schlecht, will heißen kaum gewürzt, aufgetaut oder aus bereits eingelegten Dosenkichererbsen zubereitet werden, was für einen anderen Geschmack sorgt als die 12-24 Stunden in Wasser eingelegten Kichererbsen des Originalrezeptes. Nichtsdestoweniger sollten auch Fleischliebhaber dem Falafel eine Chance geben, denn ein guter Falafel schmeckt nussig und ist eine leckere Ergänzung zu gegrilltem Gemüse, im Salat oder als Fingerfood – und billiger als Döner ist er noch dazu. An den Berliner Imbissbuden wird Falafel meist so verkauft wie Döner: Im Fladen- oder Pitabrot, mit Salaten und dem üblichen KräuterKnoblauchScharf. Weil sich Selbermachen lohnt, hier noch ein Rezept.

 

Was denkt ihr: Wo - außer in der eigenen Friteuse - gibt es den besten Falafel Berlins?

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