50ster Jahrestag – ein echtes Jubiläum. Ob auch Anlass zum Feiern?
50 Filme stehen auf dem Programm der Veranstalter. Auf zwei Fernsehproduktionen möchte ich hinweisen, die das Team aus dem Theater im Archiv des RBB (früher SFB) ausgegraben hat. Filme, die als historische Perlen bezeichnet werden, für die der Berliner Schriftsteller Aras Ören den Stoff geliefert hat. Mit seinem dichterischen Zyklus (Ören nennt die Form Poeme) über seine Kreuzberger Nachbarn, hat sich die Naunynstraße in das kollektive Gedächtnis eingebrannt. Wer heute von der Naunynstraße in der deutschen Literatur spricht, denkt an den Berliner Schriftsteller Aras Ören. So wie bei „Berlin Alexanderplatz“ der Schriftsteller Alfred Döblin aus der Erinnerungsschublade springt.
Die literarischen Vorlagen Örens ( „Was will Niyazi in der Naunynstraße“, 1973; “Der kurze Traum aus Kagithane“, 1974) hat Friedrich Zimmermann mit dem Schriftsteller 1973 und 1975 für das III. Programm des SFB umgesetzt. Der Regisseur nannte seine Form Doku-Drama, eine damals noch unübliche Mischform aus Spielhandlung und Dokumentation. In den 70er Jahren bot die Redaktion der Berliner Werkstatt im so genannte Dritten des SFB jungen Autoren Sendezeit für formale und inhaltliche Experimente. Es entstanden die ersten Fernsehproduktionen in deutsch-türkischer Zusammenarbeit. Diese beiden Filme sind auch deshalb sehenswert.
-
16 Uhr Kazim Akkaya und die Bewohner der Naunynstraße (58 Min)
Das Kino EISZEIT in der Zeughofstraße 20 in Kreuzberg zeigt die beiden Filme am Sonntag mit anschließender Diskussion unter den Protagonisten.















Kommentare