Kinderdealer in Berlin. Bereits zum dritten Mal in einer Woche ist am vergangenen Wochenende ein elfjähriger Heroindealer festgenommen worden und löst damit erneut die Debatte über den Umgang mit jugendlichen Straftätern aus. Was tun mit Dealern, die eigentlich noch Kinder sind und die aber (mangels Kontrolle?) immer wieder rückfällig werden? Gerade auf der Straße haben sich Kinder als Dealer durchgesetzt. Kinder, die ohne Familie in Deutschland eingereist sind und in Heimen untergebracht wurden, in denen sie tagsüber ungehindert ein- und ausgehen können.
Während auf der einen Seite für eine Herabsenkung der Strafmündigkeit plädiert wird, fordert die andere Seite geschlossene Heime für die kindlichen Gesetzesbrecher. Dritte wiederum sehen das Problem in den Erwachsenen, die die Kinder für Straftaten missbrauchen und deswegen härter bestraft werden müssten. Kinder seien ja schließlich nicht von Geburt an schlecht und ihrem Absturz in die Kriminalität könne man nur mit erzieherischen Maßnahmen beikommen.
Damit werden in der Tat zwei unterschiedliche Konzepte umschrieben. Ist der Staat im Foucaultschen Sinne eine bestrafende, kontrollierende Institution oder, wie es in Schweden gehandhabt wird, erzieherisches, omnipräsentes Organ?
Das mit einer bloßen Fokussierung auf die Dealer keine wirklichen Fortschritte zu erzielen sind, sollte längst klargeworden sein.













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