Wannsee oder Freibad war gestern, heute macht der gemeine Hauptstädter einen Ausflug in die Strandbar. An Auswahl kann es nicht mangeln, in den letzten Jahren sind immer mehr Locations entstanden. Über 20 Beachbars gibts mittlerweile in der Mutterstadt. In keiner anderen Stadt hat man so viele Möglichkeiten, mit Sand unter den Füßen und dem Rauschen von Wasser in den Ohren eine Weisse zu schlürfen und ein Schwätzchen mit Freunden zu halten.
Immer häufiger verlagern die Berliner auch ihre Arbeit an die Frischluft. So wundert sich heute keiner mehr über den Anblick von Anzugträgern im Strandkorb (ohne Schuhe aber dafür mit Laptop) oder kreisförmig aufgestellten Liegestühlen, in denen Abi-Lerngruppen nochmal die nächste Klausur durchgehen. Da macht das Lernen doch gleich doppelt soviel Spaß.
Rund um den Hauptbahnhof haben wir zum Beispiel ganz klassisch den Bundespressestrand, den bei Touris sehr beliebten Capital Beach oder seit diesem Jahr eine Deluxe-Version, den Traumstrand mit großer Sandtanzfläche für heiße Tage und beheizbarem Zelt für kalte Nächte. Die Mutter aller Strandbars, die Strandbar Mitte war eine der ersten und überzeugt immernoch mit ihrem grandiosen Blick aufs Bodemuseum, das direkt gegenüber am anderen Ufer der Spree liegt. In Friedrichshain erfreut sich das Strandgut immer größerer Beliebtheit und lässt urlaubsreife Berliner mit Electrobeats und auf dutzenden Betten entspannen. Wer nach dem Bier noch ein paar Bahnen schwimmen will, sollte unbedingt dem Badeschiff in Treptow einen Besuch abstatten, hier läd ein umgebauter Tanker zum Planschen ein.
Wer die Wahl hat, hat die Qual, aber glücklicherweise ist ja erst Juni und es bleibt noch genug Zeit, um jeder Bar mal einen Besuch abzustatten. Schließlich war es nie so einfach, den Alltag abzuschütteln und sich mit echtem Urlaubsfeeling den Feierabend oder das Wochenende zu versüßen.
Ja, wir Berliner lieben unsere Strandbars. Schön in der Sonne einen Caipi schlürfen, aufs Wasser gucken, es sich im Liegestuhl so richtig bequem machen... und abends den Sand aus den Schuhen schütten.












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