Wenn am Donnerstag (23. 9. 2010) der volle Mond über Kreuzberg aufgeht, dann sehen wir ein imaginäres Gesicht aus Kratern und Wüsten. Ich werde mir mal genau den Südpol anschauen, denn ich habe erfahren, dass dort im Jahr 2018 ein Lander weich aufsetzen und ein Rover rollen soll.
Eine europäische Mondmission Made by Astrium in Bremen. Berlin ist ja nicht gerade als Standort für Raumfahrttechnik bekannt, aber in der Hauptstadt wird Steuergeld genehmigt. Deshalb treffen sich die Verantwortlichen zur Vertragsunterschrift im Kollhoff-Tower.
Der Mond fasziniert nicht nur Fotografen immer wieder neu, sondern immer und immer wieder auch die Wissenschaftler. Der Mond wird als Zwischenstopp, als Basiscamp für die bemannte Raumfahrt gebraucht. Weltweit wird daran gearbeitet. Nun auch in Europa. Ohne Studie geht natürlich nichts. Deutschland hat die Ausschreibung für die Mission gewonnen. Mit 6,5 Mio Euro schafft Astrium nun das Konzept für eine automatische Landung am Südpol des Mondes. Der Auftrag ist klar: Ohne Mann auf den Mond. Die Erforschung unseres Trabanten ist heute Weltraum-Robotik.
Bei der Diskussion um die technischen und finanziellen Details hätte ich die Nebensätze des Leiters der Mission, Michael Menking, fast überhört: “Auch für Berliner Hochschulen eine Herausforderung. Bei der Erfüllung dieses Auftrages schaffen wir berufliche Impulse auf dem Gebiet der Robotik. Wir suchen Nachwuchs!“
Die punktgenaue Landung am Südpol wird das Gesicht des Mondes nicht verändern. Der irdische Blick auf den Vollmond wird wohl weiter von romantischer Träumerei bestimmt.
Wie könnte eine solche Landung auf dem Mond aussehen?


















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