Olafur Eliasson Berlin. Nur noch bis heute Abend hat man die Möglichkeit die Ausstellung Innen Stadt Außen im Martin-Gropius-Bau zu bewundern. Bis 22 Uhr geöffnet, kann man auch nach der Arbeit lustig an der Schlange für Frida Kahlo vorbeimarschieren und gelangt durch einen Nebeneingang ins Innere des Gebäudes. Raumexperimente, der Berachter als Akteur und Kunst, die zum Erlebnis wird. Bei Eliasson betrachtet man nicht nur, einige seiner Werke sind am eigenen Leib zu spüren, gehen zuweilen an die Substanz. So wird vor den Nebelräumen eindringlich gewarnt: Menschen mit klaustrophobischer Disposition sollten lieber draußen bleiben. Wer reingeht in "Your blind movement" verliert schnell die Orientierung. Dichte Nebelschwaden, Licht, das sich durch den Nebel bricht und diesen zuweilen einfärbt. Man durchschreitet die Räume, stößt unvermittelt an ihre Grenzen, Schatten tauchen auf und verschwinden wieder, Stimmen sind zu hören oder Schritte. Ich tauche ein in Farbe. Pink wird zu rot, orange oder gelb. Ich weiß es nicht mehr. Es ist irgendwie unheimlich, aber auch wunderschön. Du bist alleine und doch kannst Du die anderen hören und manchmal plötzlich sehen.
In einem anderen Raum "Water Pendulum" hängt ein Schlauch von der Decke. Der Wasserdruck, lässt den Schlauch wild tanzen. Schwarze Wände, kein Licht und nur ein Stroboskop, das den Raum immer wieder in gleißendes Licht taucht. Dann wieder Dunkelheit. Die Wassertropfen fliegen durch die Luft, funkelnd wie Diamanten und sprühen wie ein Sternenregen hernieder. Später als wir aus dem Raum kommen, schauen uns die Leute fragend an und grinsen. Große Wasserflecken zeichnen sich auf unserer Kleidung ab. "Es ist nicht das, was sie denken! Sie werden schon sehen!" Ein glückliches Lächeln auf unseren Gesichtern steigert die Vorfreude der anderen Besucher.
Jeder Besucher hat andere Lieblingsstücke in der Ausstellung. Das waren meine. Ich kann nur sagen: Hin da! Heute!












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