Erzähl kurz über dich. Wie alt bist du, wo bist du geboren, wie bist du aufgewachsen, was ist speziell an dir, was mögen andere an dir, und was können sie nicht leiden?
Burkhardt Wunderlich, 1981 in Berlin/Charlottenburg geboren. Was andere an mir mögen, ist schwer zu sagen, das müssen andere vielleicht beantworten, die mich kennen und ggfls. mögen ...
Erzähl kurz über deinen Ausbildungsweg. Was hast du studiert, wo bist du jetzt, wo willst du hin?
Ich habe einen ziemlich schlechten Mittlere Reife Abschluss, weil ich im Unterricht mehr damit beschäftigt war, in der letzten Reihe zu sitzen, Zeitung zu lesen und Kurzgeschichten zu schreiben. Ich glaube, ich stand mündlich in allen Fächern 6. Wie ich den Abschluss bekommen habe? Keine Ahnung. Ich glaube, die Lehrer wollten mich loswerden.
Inzwischen studiere ich an der HFf Potsdam-Babelsberg Drehbuch, was derzeit ganz gut läuft, zumindest bin ich gespannt, was noch kommt. Da Schreiben schon immer das Einzige war, wo ich mit eingebildet habe, es einigermaßen zu können, will ich auch auf jeden Fall weiter dabei bleiben und mich später Drehbuchautor schimpfen und gerne auch Regisseur. Ich habe schon bei einigen Filmen Regie geführt und möchte das im Verlauf des Studiums und danach gerne noch weiterverfolgen.
Warum hast du dich für diesen Weg entschieden und mit wem teilst du den?
Wie gesagt, Schreiben war das Einzige, was ich jemals konnte und was mir am meisten Spaß gemacht hat und wo ich mir vorstellen konnte, das beruflich zu machen. Kurze Abstecher in die Schriftstellerei und Journalismus haben mich am Ende aber nicht weiter interessiert, weil mein Interesse auch schon immer dem Film galt.
Wo wohnst du in Berlin und was gefällt dir an deinem Kiez und was gefällt dir gar nicht?
Ich wohne im Prenzlauer Berg, wo ich derzeit sehr zufrieden bin und mich sehr wohl fühle. Ich ziehe ziemlich oft um, dreimal Kreuzberg, dreimal Neukölln, Mitte und in Charlottenburg aufgewachsen. Überall habe ich immer sehr schnell Dinge gefunden, die mich stören und wegen den ich wieder umziehen konnte. Nachbarn, Kiez, Wohnung. Aber hier gibt es außer einen paar kleinen Details wenig zu meckern und daher will ich hier auch erst mal bleiben. In meiner Umgebung sind viele Bars und Clubs, die es mir zwar schwer machen, abends mal nicht auszugehen, aber genau deshalb mag ich es hier ja auch so.
Wie sieht ein normaler Tag bei dir aus und wenn es sowas nicht gibt: was sind die Koordinaten?
Um 9 Uhr mit der S-Bahn nach Potsdam in die HFF fahren und dort bis 17 Uhr bleiben. Abends dann meistens noch ausgehen oder einfach totmüde ins Bett fallen. Am Wochenende bin ich auch selten zu hause, erst recht in der Nacht, wo ich eigentlich immer in Bars und Clubs unterwegs bin.
Wie würdest du Berlin beschreiben, wenn du es jemandem erklären müsstest?
Paris ist die Stadt der Liebe, Los Angeles die Stadt der Engel und Berlin die Stadt der Hundescheiße.
Willst du bleiben und wenn nein, wo geht es hin?
Früher wollte ich immer weg und als ich dann mal in Hamburg gewohnt habe, wollte ich bloß schnell wieder zurück nach Berlin. Derzeit will ich nicht weg, weil ich in Deutschland keine Stadt kenne, die mir diese Vielfalt von Berlin findet. Aber irgendwann möchte ich sehr gerne mal in Reykjavik leben.
Was war dein schönstes Erlebnis hier in der Stadt und wie hat sie dich geprägt oder was hat sie verändert?
Darauf warte ich noch. Jeden Tag.
Welche Lieblingsorte in Berlin kannst du empfehlen (Clubs, Bars, Läden, Shopping, Parks, komische Ecken, Veranstaltungen, etc) und wieso?
Farbfernseher, Picknick und Berghain, weil man da am schönsten tanzen kann. 8mm Bar, weil man da am schönsten trinken kann. Bar25, weil man da am schönsten mit Touristinnen rumknutschen kann. Und REWE in der Kulturbrauerei, weil man da am schönsten und längsten einkaufen kann.
Ein Lieblingsgegenstand, den du hier erworben hast.
Viewmaster auf dem Mauerpark Flohmarkt.
Ein Lieblingsort, den es nicht mehr gibt.
Royal Palast Kino.
Was braucht die Stadt?
Mehr Motzverkäufer und S-Bahn Musikanten.
Du würdest auch gern unseren Fragebogen beantworten? Dann schreib eine kurze Mail an redaktion@berliner.de und wir senden dir die Fragen zu. Wir freuen uns auf euch.












Kommentare