Ecstasy auf Rezept? Ein Raunen geht durch die Fachwelt. Bei einer klinischen Studie mit 20 Patienten hat Ecstasy bei der Behandlung posttraumatischer Belastungsstörungen geholfen. Das ist eigentlich nicht weiter verwunderlich, wurde doch in den 60er Jahren der Wirkstoff MDMA erfolgreich in der Psychotherapie eingesetzt. Doch erst durch die Karriere innerhalb der Clubszene seit den 80er Jahren gelangte Ecstasy zu zweifelhaftem Ruhm.
Zurück zu den Wurzeln?
Vor allem bei Patienten, bei denen eine klassische Psychotherapie oder Psychopharmaka keinen Erfolg gebracht hatten, war die Therapie unter MDMA effektiver. Die Angst, sich dem traumatischen Erlebnis zu stellen, sei durch MDMA heruntergesetzt worden. Weder würden die Patienten von ihren Emotionen überrannt, noch hätten sie sich einen emotionslosen Schutzmechanismus anlegen können. So konnte 80 Prozent der MDMA-Gruppe, doch nur 20 Prozent der Placebo-Gruppe geholfen werden.
Weitere Studien sind geplant. Etwa die Untersuchung der Langzeiteffekte von MDMA. Bringt der längere Gebrauch die Patienten auf den Geschmack Ecstasy auch in der Freizeit zu konsumieren?
Ein Freifahrtschein für den Partygebrauch und zur Selbsttherapie kann das natürlich nicht sein. Bekanntlich macht ja die Dosis das Gift.












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