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Sushi
Foto: avlxyz, Quelle Lizenz: Creative Commons

Sushi

von Elke

Sushi in Berlin. Ich weiß gar nicht mehr, wie lange das eigentlich her ist, dass es in Berlin kein oder nur kaum Sushi gab. Ich muss noch ganz klein gewesen sein. Damals als ich in Mariendorf aufwuchs und es da einen Chinesen, einen Griechen und eine Handvoll Italiener gab. Aber Japaner, also japanische Restaurants oder gar roher Fisch? Fehlanzeige!


Mittlerweile gehört Sushi nach Berlin, wie das Bier zur Currywurst. Soll heißen, Berlin ist ohne Sushi kaum denkbar. Zumindest für mich nicht, denn an dem rohen Fisch scheiden sich die Geister. Meine erstes Sushi, daran erinnere ich mich noch ziemlich genau, hatte ich in New York, gegenüber vom Mercer Hotel in Soho. Das ist ziemlich lange her.
Natürlich hab ich mit Makis angefangen. Diese in sechs bis acht Stück geschnittenen Rollen, die meist mit einem Algenblatt umwickelt sind. Es war rückblickend eines der leckersten Sushi, die ich je gegessen habe. In New York waren die Makis im Hinblick auf Berlin recht groß. Der Reis war saftig, fast sabschig und der rohe Fisch ein Traum. Auch wenn mich anfangs Zweifel plagten, so waren sie mit dem ersten oder zweiten Teil wie weggefegt. Butterweich, zart, pikant, und alles andere als stinkig, das waren die Eindrücke, die sich in meinem Mund binnen kürzester Zeit geschmacklich abspielten.
Noch heute denke ich auch gerne an meine erste Wasabi-Erfahrung zurück. Diese grüne Meerrettichpaste, die irgendwie hintenrum so schön scharf ist und genau so zum Sushi gehört, wie die Sojasauce und der eingelegte Ingwer. Wasabi ist bei übermäßiger Dosierung so scharf, dass es sogar ordentlich in der Nase zwiebelt und einem kurz die Tränen in die Augen schießen. Da die Schärfe jedoch schnell nachlässt, fordere ich mich immer noch gerne jedes Mal beim Sushi damit heraus. Schnell einen großen Klumpen mit den Stäbchen in den Mund schaufeln und abwarten. Ich mag das.


Mittlerweile gibt es in Berlin, vor allem in der Innenstadt, an fast jeder Straßenecke Sushi. Hauptsächlich unterscheiden sich die Restaurants in Preis und Qualität, wobei ein verhältnismäßig günstiges Sushi, nicht unbedingt auch schlechtes Sushi bedeutet. Die Auswahl untern den verschiedenen Zubereitungsarten ist immens. Denn neben den klassischen Grundformen wie Maki, Nigiri und Temakis haben sich mittlerweile viele lustige Fisch mit Chili, Frischkäse, etc. und Nicht-Fisch-Variationen ergeben. Gerade zuletzt hab ich Sushi mit Hühnchen und Ente auf der Speisekarte gesehen! Traditionell japanisch ist das nicht, aber sehr angepasst an den westlichen Geschmack. Es scheint immer noch Menschen zu geben, die – abgesehen vielleicht von gesundheitlichen Gründen – rein geschmacklich dem rohen Fisch nichts abgewinnen können. Schade, denn neben klassischen vegetarischen Varianten mit Gurke, Omelette oder grünem Spargel, gibt es vor allem bei den Nigiris fischmäßig super viel zu entdecken. Sowohl geschmacklich als auch in der Bissfestigkeit. Was butterweich erscheint, entpuppt sich beim Kauen als knackig und umgekehrt. Und neben Fisch kommen natürlich auch Meeresfrüchte, wie Jakobsmuschel, Herzmuschel oder Krabbe auf das weiche Reisbett. Ein wenig Wasabi drauf gestrichen, kurz eingetunkt in die Sojasauce und dann ab in den Mund und nur noch genießen. Lecker!


Aber jetzt seid ihr an der Reihe! Wo gibt’s das beste Sushi der Stadt? Was meint ihr?

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