Tacheles Flashmob am Potsdamer Platz. Schade, vielleicht lag es an der doch recht kurzfristigen Ankündigung. Vielleicht ist einfach bei den Freunden des Tacheles ein wenig die Luft raus. Vielleicht war es aber auch gestern einfach zu kalt auf dem Potsdamer Platz, auf dem der Wind eisig über den Platz fegte, füt Gänsehaut sorgte und es schon fast winterlich anmutete. Fakt ist jedenfalls, dass sich um 18 Uhr am Montag, dem 30. August 2010 auf dem Potsdamer Platz nur eine kleine Menschentraube versammelt hatte, die hauptsächlich aus den üblichen Verdächtigen bestand. Soll heißen, den Künstlern und Machern des Tacheles. Dennoch tat das der Stimmung keinen Abbruch. Denn die Mission war und ist klar. Man will auf die Missstände aufmerksam machen, das Tacheles immer wieder neu aufs Tableau bringen und versuchen so die Aufmerksamkeit und vielleicht auch die Unterstützung sowohl von Privatpersonen als auch in den Medien zu finden. Neben den "I support Tacheles"-Schildern gab esbereits im Vorfeld den Aufruf zum Konsumstreik am Montag. So wurde dieses Thema auch auf einigen Zetteln wieder aufgegriffen: "Heute kauf' ich nicht! Konsumstreik für Tacheles!" oder "Diesen Burger kauf ich nicht! Hungerstreik für Tacheles!" lauteten die Texte, die plakativ hochgehalten wurden. Auch Sprechchöre bildeten sich, die wie bei der Demo im Juli den Schlachtruf "Tacheles muss bleiben! Investoren vertreiben!" anstimmten. Und obwohl nur wenige gekommen waren, riefen die, die da waren, um so lauter. Zumindest die Aufmerksamkeit der vorbeiziehenden Passanten und Touristen war ihnen gewiss. Einige von ihnen, vollbepackt mit Tüten und offensichtlich davor in einen Kaufrausch gefallen, senkten verschämt den Kopf.
Alles in allem wäre dem Tacheles auf jeden Fall eine größere Beteiligung zu wünschen gewesen. Schade! Aber wir gestehen: Auch wir haben von der Aktion erst sehr spät erfahren und konnten sie nur noch knapp sechs Stunden vorher ankündigen.

































Kommentare