Montagsdemo Tacheles Berlin. Okay, auch bei den Demos scheint sich ein neuer Trend durchzusetzen: warten und später anfangen. Eigentlich für 13 Uhr angesetzt, ging es dann mit rund einer Stunde Verspätung und nach einer Ansprache dann aber doch Richtung HSH Nordbank. Angeführt von einer holden Schönheit zogen cirka 100 Teilnehmer und ein Soundsystem durch Berlins Mitte. Viele von ihnen trugen Transparente und waren sogar verkleidet. Auch Flugblätter mit den Forderungen des Tacheles und andere mit dem Aufdruck „I support Tacheles!!!“ wurden verteilt. So konnte man sich mit letzterem sogar selber schmücken und seine Solidarität mit dem Kunsthaus bekunden.
Ein cleverer Schachzug der Veranstalter war sicherlich, die Forderungen in deutsch und englisch herauszugeben, konnte man dadurch doch die vor allem touristischen Schaulustigen optimal informieren. Neben dem sofortigen Aussetzen der Mietforderung und der Räumungsklage durch die HSH Nordbank wurde auch der Denkmalschutz des Gebäudes in seinem jetzigen Zustand verlangt. Sollte dem nicht bis zum 28.7.2010 Folge geleistet werden, wird mit einem Hungerstreik im Foyer des Kunsthauses gedroht. Sowohl vor dem Kunsthaus als auch vor den anderen Stationen der Route wie Spreedreieck, Adlon, Quartier 206/MeoClinic und schließlich der HSH Nordbank gab es künstlerische Aktionen wie „Die Rückkehr der Zombie-Investoren“. Hier wurden vor allem die Investoren, die auf den Verkauf eines Filetstücks des Berliner Immobilienmarktes lauern, parodiert und veralbert.
Insgesamt war es eine sehr friedliche Parade, der allerdings mehr Besucher zu wünschen gewesen wären!
Hier gehts zur Ankündigung der Demo!










































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