100 Grad Berlin. Bereits zum achten Mal startet das Festival des freien Theaters 100°-Berlin in einen Vier-Tage-Theater-Marathon und präsentiert im Stundentakt mehr als 120 freie Theatergruppen. Damit auch wirklich jede Gruppe ordentlich zum Zuge kommen kann, haben die Häuser des HAU und die Sophiensaele alle ihre Bühnen, Räume und Nischen den Spielwütigen eröffnet. So kommen die unterschiedlichsten Theater- bzw. Spielgenres von avantgardistischer Performance, poetischem Kammerspiel über großes Schauspiel, Gala-Revue zum Mitsingen, interaktiven Street-Games bis hin zu interventionistischen Installationen oder schrägem Musical an nur einem langen Wochenende auf die Bretter, die die Welt bedeuten.
Zwar sind die Theatergruppen zuweilen nur mehr oder weniger professionell, dafür sind sie aber viel freier als andere und bringen die skurrilsten Momente und Geschichten auf die Bühne. So huldigt „Four versus Hellfire“ dem Luftgitarrenspiel. Doch was als harmloser Wettbewerb begann, wird schnell zum Kampf auf Leben und Tod. Oder die Gruppe „International Chicken Factory“, die aus Shakespeares Sommernachtstraum einen überraschenden, brutalen, aber auch witzigen Pornoabend erschafft.
Auch auf dem Weg zwischen den einzelnen Häusern des HAU muss einem nicht langweilig werden. So gibt es neben partizipatorischen Installationen, die Möglichkeit an Street Games mit Invisible Playground oder Point N’Click Adventures der Gruppe Machina eX teilzunehmen.



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