Zebra Poetry Film Festival Vom 14.-17.10. findet es wieder statt, das Festival, das mit der Ankündigung betraute Redakteure in ganz Berlin zum wilden Zeilenumbruch inspiriert: Das Zebra Poetry Film Festival. Schon in der fünften Runde veranstaltet die literaturwerkstatt berlin im Babylon Mitte eine Werkschau unterschiedlicher Poesiefilme. Gezeigt werden Kurz- und Kürzestfilme in verschiedenen, namentlich zunächst rätselhaften Kategorien. Zusammengefasst unter Titeln wie Herz-Stillstand, Mitternachts-Spitzen und Poeto-Poly finden sich jeweils um die 15 unterschiedliche Filme von unterschiedlichen Künstlern, darunter auch Literaten wie Werner Fritsch oder die bereits durch ihren Film El General (Directing Award Documentation at Sundance Film Festival 2009) bekannte Filmemacherin Natalia Amada.
In diesen Filmen geht es um die Auseinandersetzung mit Sprache, um eine Einheit von Bild und Text, eine neue Dimension im gesagten, eine Intepretation oder eine Bildsprache, die auf ihre Art Poesie ist. Dazu kommen Filmreihen wie Poetisches Tel Aviv und Focus Argentinien, die den Blick in die Ferne lenken, aber auch um die Anfänge des Kurzfilms kümmert man sich mit einer Retrospektive berühmter Kurzfilme von 1910-1927. Das bestechend vielfältige Programm beinhaltet eine Auswahl der über 900 Einsendungen aus 71 Ländern, die von April bis September von einer Gruppe aus Filmemachern, Literaten, Kunst- und Kommunikationswissenschaftlern und anderen Branchenerfahrenen gesichtet und zusammengestellt wurde. Was dabei herausgekommen ist, ist spannend und inhaltlich weit greifend, mal lustig, mal sinnlich, in Machart und Art der Darstellung sehr unterschiedlich, eine Einladung, die Welt um uns herum in ihrer ihr eigenen Poesie wahrzunehmen. Auch die Kinder wurden nicht vergessen, für sie gibt es eine eigene Poesiefilm-Sektion, in der zum Beispiel Fragen wie "Wozu braucht man eigentlich Gedichte?" beantwortet werden. Auch das Stille Post-Projekt Continental Drift stellt erste Ergebnisse vor und lädt zum Mitmachen ein. Begleitend kann man von Freitag bis Sonntag die Ausstellung Public Poetry Matters ansehen, die sich auf poetische Art mit Politik auseinandersetzt.
Wie sich das anbietet, gibts auch einen Trailer zum Festival, der findet sich hier.



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