Pornfilmfestival Berlin. Pornos sind zwar noch längst nicht salonfähig geworden, aber sie sind definitiv ein Metier, dem es sich künstlerisch, gesellschaftlich und auch philosophisch zu nähern gilt. Kein Genre spiegelt mehr die heteronormativen Strukturen gesellschaftlicher Verhältnisse wieder, spielt mehr mit der Wechselbeziehung von Dominanz, Macht und Unterwerfung und zeigt Sexualität auf ungeschönte, nackte Art und Weise. Von einen zur Kunstform erhoben, von anderen als Wichsvorlage verpönt scheiden sich am Medium Porno die Geister. Höchste Zeit also sich damit (auch wissenschaftlich) auseinanderzusetzen.
Nicht nur das beim sechsten Pornfilmfestival in Berlin die ganze Vielfalt der sexuellen Spielarten auf der Leinwand erscheinen, von gay und lesbian über festish, fun, female, hardcore bis hin zu soft, classic und art porn, auch Kurz- und Dokumentarfilme und eine Retrospektive werden im Moviemento in Kreuzberg gezeigt. Wer ganz mutig ist, kann auch einen der auf dem Pornfilmfestival angebotenen Workshops oder Diskussionen besuchen, wie zum Beispiel den Beitrag von Jennifer Lyon Bell zum Thema „Feminist Porn & Erotic Film“.



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