Yann Tiersen 2001 war das Jahr von Yann Tiersen. Seine verträumt melancholische Musik in Kombination mit der Geschichte der außerweltlich gutherzigen Amelie Poulain war die perfekte Union, die Jean-Pierre Jeunets - mittlerweile muss man sagen Klassiker - "Fabelhafte Welt der Amelie" zu einem echten Kinoknaller werden ließ, der nach wie vor den Augenaufschlag auf Frauenprofilbildern in aller Welt beeinflusst, und Tiersens Soundtrack zu einem der meistverkauften der Welt gemacht haben dürfte. In rascher Wechselwirkung erinnert Yann Tiersens Musik noch heute an die rehäugige Audrey Tautou, die in Gedanken an die große Liebe im Angesicht des Eiffelturms ihren Plätzchenteig rührt. Schwierig für einen Musiker, da etwas zu machen, was aus dem bekannten Schema ausbricht, aber ein Komponist und Multiinstrumentalt wie Tiersen will sich scheinbar ungern auf einem gut funktionierenden Rezept ausruhen. Dass Tiersen einmal Post-Punker war, kann man sich beim melancholisch-sehnsüchtigen Pianoton der letzten sieben Alben nur schwerlich vorstellen. Im Oktober hat er ein neues Album herausgebracht, es heißt Dust Lane, entstand in Zusammenarbeit mit Musikern von The Cure und David Bowie und verspricht eine Spur rockiger zu werden als das, was wir bisher von ihm kennen. Karten gibt es hier.



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