Zugegeben: Etwas wolkig war er, der Himmel über Kreuzberg am 1. Mai. Aber das war auch schon der einzige Unterschied zu den vergangenen Jahren, denn ansonsten wurde der halbe Quadratkilometer zwischen Kottbusser Tor und Mariannenplatz wie jedes Jahr betanzt, bekocht und besungen. Was genau eigentlich das Vergnügen daran ist, sich zwischen hunderten und aberhunderten Menschen die Oranienstraße hinunter zu quetschen, ist auch dieses Jahr nicht endgültig geklärt worden. Immerhin: Das Essen war gut, die Musik hat gewumst und alle waren sehr gut gelaunt. Ja klar, am Abend gab es das übliche Steine-Wettwerfen, aber das gehört eben genauso dazu wie die Bescherung zum Weihnachtsfest. Und mal ehrlich? Würde nicht die ein oder andere Mülltonne abgefackelt, ein bisschen enttäuscht wär man ja schon. Oder nicht?










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