David Sedaris Berlin. Er ist einer der bekanntesten US-amerikanischen Schriftsteller der Jetztzeit und begeistert mit seinen teils autobiografischen Geschichten, die seine Familie, seine griechische Herkunft, seine Erziehung, Beziehungen und seine sexuelle Orientierung humoristisch durch den Kakao ziehen. Bücher wie Nackt, das zum Bestseller avancierte, machten David Sedaris weltberühmt, auch wenn einer seiner deutschen Übersetzer (Harry Rowohlt) behauptet, dass Sedaris nicht schreiben kann.
Doch David Sedaris kann auch anders, als sich über sein Leben auszulassen. In seinem neuen Buch „Das Leben ist kein Streichelzoo“ (Orig.: „Squirrel Seeks Chipmunk: A Modest Bestiary“) sind in 16 subtil fiesen und brüllend komischen Kurzgeschichten Tiere statt Menschen die Hauptdarsteller. Mit absurden Ideen, Sprachwitz und seinem Hang zu schwarzem Humor kämpfen Katze, Hängebauchschwein, Lämmchen und Co. gegen die Widrigkeiten des Lebens, geraten in peinliche Situationen und werden von Missgeschicken heimgesucht.
Da gibt es einen alkholabhängigen, nackten Nerz, der sein Fell für eine Flasche Kahlúa verhöckert hat, die Liebe zwischen einem Eichhörnchen und einem Streifenhörnchen, die nicht sein darf oder eine Maus, die zu allem Unheil eine Schlange adoptiert.
Subtil hält uns Sedaris anhand der absurden Geschichten aus dem Tierreich den Spiegel vor, die Übertragung und Interpretation in die menschliche Welt macht er uns ja auch nicht allzu schwer.
Zusammen mit den wunderbar skurrilen Illustrationen des New Yorker Autors und Zeichners Ian Falconer bietet das Buch fabelhafte Zerstreuung.
Am 16. März 2011 liest David Sedaris live im Babylon Mitte und alle dürfen zuhören.



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