Regisseurin Katrin Ottarsdóttir, geboren 1957 auf den Färöern, studierte 1976-82 an der Filmschule in Kopenhagen. 1989 erhielt sie für „Atlantic Rhapsody – 52 Bilder aus Tórshavn“ den ersten färöischen Spielfilm überhaupt. Auf den Färöer Inseln entstand auch mit ihrer Tochter Hildigunn Eydfinnsdóttir in der Hauptrolle das Roadmovie „Bye Bye Bluebird“ (1999 NDR-Filmpreis der Nordischen Filmtage).
Im Rahmen des FÄRÖR SPECIALS am FR. 26.11.2010 zeigt das Sputnik Kino gleich 2 Filme der einzigen Filmemacherin der FÄRÖR INSELN:
TRACES GROW OUT OF WORDS - SPUREN WACHSEN AUS STEINEN (OmU), Betacam , 76 Min , mit englischen und deutschen Untertiteln.
Ein Porträt des färöischen Dichters Jóanes Nielsen, der seine Gedichte, Essays und Erzählungen vor einer beeindruckender Naturkulisse vorträgt. Die Färöer sind kleine Eilande – Jóanes Nielsen aber ist ein großer Internationalist. Jóanes Nielsen, geboren 1953, ist der bedeutendste lebende Schriftsteller der Färöer-Inseln. Dreißig Jahre lang ist er von Tórshavn aus auf Fischtrawlern zur See gefahren; an seine kommunistische Parteinahme in dieser Zeit erinnern eine rote Fahne und die „Internationale“, die Jóanes Nielsen immer noch gern mit einer kleinen Spieluhr anstimmt. In dem Porträt von Karin Ottarsdóttir – dem dritten, das sie färöischen Künstlern gewidmet hat – spricht Nielsen über seine Arbeit als Seemann und Poet wie auch als oppositioneller Performance-Künstler, dem einst daran gelegen war, „mit wenigen Mitteln die Stadt zum Kochen zu bringen“. Er reflektiert sein nicht ganz ungebrochenes Verhältnis zu seiner färöischen Herkunft und die Sonderrolle der Färöer im dänischen Staat. Er stellt seine literarischen Vorbilder vor, darunter William Heinesen (1900-1991), den großen Dichter der Färöer, aber daneben auch Passagen aus seinem eigenen Werk: Gedichte, Essays, Erzählungen, die er vor beeindruckender Naturkulisse vorträgt.
„Spuren wachsen aus Worten“ ist der dritte Teil einer Trilogie über färöische Künstler. Vorangegangene Teile waren 2008 dem Bildhauer Hans Pauli Olsen sowie dem Dichter, Maler und Musiker Tóroddur Poulsen gewidmet.
Fr 26.11.2010, 20.00 Uhr Kino 1
BYE BYE BLUEBIRD (OmU), DK 1999, 82 Min
Ein skurriles, mal witziges, mal melodramatisches Roadmovie auf den Faröer Inseln um zwei Freundinnen auf der Suche nach ihren Müttern und ein Gefühl von Heimat.
Die besten Freundinnen Barba und Rannva kehren nach Jahren in der Großstadt in ihre Heimat, die Faröer Inseln zurück, wo die zwei in ihrem schrillen Outfit ganz schön auffallen. Als Barba wieder mit ihrem Stiefvater nicht klarkommt, hauen sie ab. Der vom Alkohol benebelte, aber sympathische Fischer Runi nimmt die beiden in seinem Auto mit auf eine Inseltour….
" ein wunderschöner Film" Taz
" Denn die Fantasie blüht wilder auf den Färöer Inseln. Rabiater , kitschiger, wilder- wie unkraut, das ungestraft wuchern darf. Allein die Sprache! Färöerisch klingt wie bertunkens Dänisch. Die Kellnerin in der Kneipe singt ein altes Lied von Johnny Cash, demzufolge wir 200 Jahr zu früh und 200 Jahr zu spät geboren sind." zitty
Preise/Auszeichnungen.
* The Audience Award, Nordic Film Festival, Rouen (France) 2000
* Youth Jury Award, Nordic Film Festival, Rouen (France) 2000
* VPRO Tiger Award, Interntaional Film Festival, Rotterdam (Netherlands) 2000
* NDR Förderpreis, Nordische Filmtage, Lübeck (Germany) 1999
* Honourable mention, International Film Festival, Mannheim-Heidelberg (Germany), 1999
FR 26.11.2010 23.00 Kino 1 (nach dem Konzert von BUDAM)





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