Ungewöhnlich wäre noch zu wenig, um seine Musik zu beschreiben: atemberaubend das Tempo, skurril die Musiker- und Instrumentenauswahl, wild die Mischung der Stile. Dánjal á Neystabø spiegelt in seiner Musik seine Heimat ebenso wider wie die ferne weite Welt jenseits der kleinen Färöer.
Sein gerade erschienenes Album „The Palace“ ist wie ein akustischer Parforceritt durch Stile und Temperamente. „Hep“ ist ein Klezmer-ähnlicher Fetzer, bei dem kaum Luft zum Atmen bleibt; „Our Song“ eine fürs Radio geeignete Pop-Ballade; in „Down In The Hole“ demonstriert Dánjal seine Jazz-Fähigkeiten, und singt dazu mit einer nach Rauch und Whiskey klingen Tom-Waits-Stimme; „The Palace“ erinnert an das Punk-Kabarett der Dresden Dolls und „The Big Wheel Keeper“ klingt stark nach Balkan-Rock, mit dem Dánjal beim Eurovision Song Contest gut in die Top 5 kommen könnte.
Von den Färöern kommt die Dynamik, die heimische Folkmusik ist so. „Mal sehr leise und dann ganz laut, aber immer melancholisch und langsam“, sagt der 30-Jährige im dpa-Interview. „Die schnellen, groovenden Teile nehme ich aus dem Jazz und natürlich vom Balkan – ich habe ein halbes Jahr mit Roma zusammengelebt und -gespielt. Meine Musik ist so eine Art Folk-Rock mit ethnischen Einflüssen.“




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