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ilb 2011 - 11. internationales literaturfestival berlin
Foto: jmtimages, Quelle Lizenz: Creative Commons (cc)
Literatur - Mittwoch, 14. September 2011 (ganztägig) - Mittwoch, 28. September 2011 (ganztägig)

ilb 2011 - 11. internationales literaturfestival berlin

11. internationales literaturfestival berlin. Schnell, schnell, bevor es wieder vorbei ist, ein Parforceritt durch das Programm des diesjährigen, nun schon 11. internationalen literaturfestivals berlin - mit einigen Empfehlungen.

14.09.2011

18:00 Uhr im Haus der Berliner Festspiele Diskussion: Islam und Islamkritik

Inwiefern ist der Islam eine tatsächliche Bedrohung der Zivilgesellschaften des »Westens«, inwiefern sind die kulturellen Usancen des Islam (Stichworte: Kopftuch, Minarette, Frauenrechte) so gravierend, dass sie die Gesellschaftsverträge in den Industrieländern tendenziell untergraben? Wie weit sollte die Liberalität und Toleranz unserer Zivilgesellschaft gehen, gerade nach den Ereignissen in Norwegen, wo müssen sie enden? Die Beantwortung dieser Fragen wird auch für die Zukunft Europas prägend sein − heute stehen sie zur Diskussion.

 

15.09.2011

19:00 Uhr im Haus der Berliner Festspiele Marica Bodrožić: "Das Gedächtnis der Libellen"

Die mit dem Förderpreis Literatur der Akademie der Künste ausgezeichnete deutsche Schriftstellerin kroatischer Abstammung erzählt im monologischen Roman »Das Gedächtnis der Libellen« von der Liebe einer Frau zu einem verheirateten Mann. Obwohl er ihr nie eine gemeinsame Zukunft versprochen hat, nährt sie ihre widersprüchliche Liebe, bis sie schließlich Abschied nehmen muss von allen Illusionen.

19:30 Uhr im Instituto Cervantes Pius Alibek: Als ich unter Sternen schlief

In »Als ich unter Sternen schlief« berichtet Alibek von seinem faszinierenden Lebensweg. Dieser beginnt in seinem Geburtsort Ankawa im Norden des Irak und führt nach Basora im Süden des Landes. Weitere Stationen sind ein Priesterseminar in Bagdad und die Universitätszeit. Diese Jahre sind geprägt von der Widerspenstigkeit gegenüber politischer Herrschsucht, aber auch dem Erwachen sexueller Gefühle. Als Initiations- und Abenteuergeschichte angelegt, beschwört Alibek in seinem Werk eine bereits verlorene Welt herauf: den Irak vor dem Krieg gegen den Iran. Er wohnt in Barcelona und schreibt auf Katalanisch.

20:15 Uhr im Deutschen Theater Peter Weiss: Der Globale Prozess. Erinnerung und Aktualisierung

Der deutsche Schriftsteller, Maler und Experimentalfilmer Peter Weiss (1916–1982) war Vertreter der Beschreibungsliteratur, politisch engagierter Dramatiker und Verfasser autobiografischer Prosa. International bekannt wurde er durch sein Dokumentarstück »Die Ermittlung«, in dem er die Protokolle der Frankfurter Auschwitzprozesse 1963−65 verdichtete (hier ein Interview von 1961). Sein Hauptwerk ist »Die Ästhetik des Widerstands«, ein Roman über die Arbeiterbewegung im Widerstand gegen den Nationalsozialismus in Deutschland.

22:00 im Haus der Berliner Festspiele Finn-Ole Heinrich: Beängstigende Porträts seiner Generation

Der Schriftsteller und Filmregisseur präsentiert neben Filmclips seinen Erzählband »Gestern war auch schon ein Tag«. Er erzählt darin von Menschen aus einer heimatlosen Generation, von Männern, die ihre Männlichkeit beweisen wollen, und Frauen, die das Leben meistern und die Männer blass aussehen lassen. Finn-Ole Heinrich verzichtet auf die gängige political correctness und zwingt zum Nachdenken über die Schieflagen in unserer Gesellschaft.

17.09.2011

17:00 Uhr im Haus der Berliner Festspiele Piotr Paziński: »Pensjonat«  - Roman über eine untergehende Welt

In seinem für den NIKE 2010 nominierten Romandebüt lässt Piotr Paziński einen jungen Mann aus der Nachkriegsgeneration in einer Pension vor Warschau auf die Geister der ehemaligen Bewohner treffen. Was von der jüdischen Welt den Holocaust überlebte, stirbt nun einen langsamen Tod. Der Protagonist wird mit Echos, Schatten und dem Nachklang von Erinnerungen konfrontiert, die ihn nicht mehr loslassen wollen.

18:30 Uhr im Haus der Berliner Festspiele Andrzej Bart: Wie weit darf man gehen, um Menschen zu retten? 

In Barts Roman »Die Fliegenfängerfabrik« übernimmt der Fabrikant Chaim Rumkowski das Ghetto von Łódź und lässt darin unentbehrliche Ausrüstung für die Wehrmacht produzieren, um den Menschen dort das Leben zu retten. Das Ghetto verwandelt sich zusehends in ein Zwangsarbeitslager, bis es 1944 endgültig geräumt wird. Ist Rumkowski einen Pakt mit dem Teufel eingegangen?

 

28.09.2011

19:00 Uhr im Allianz Forum Boualem Sansal: Das Dorf der Deutschen

Der Friedenspreisträger des Deutschen Buchhandels 2011 Boualem Sansal präsentiert seinen neuen Roman, in dem er von der Beteiligung eines früheren deutschen Nazis an der Front Libération Nationale im algerischen Bürgerkrieg und von den Auswirkungen des Kriegs auf ein Dorf erzählt. Im Anschluss folgt ein Gespräch mit dem Leiter der ZDF-Literaturredaktion Wolfgang Herles über sein literarisches Werk und die jüngsten Entwicklungen in der arabischen Welt.

Anmeldung unter: pariserplatzderkulturen@event-consult-berlin.de oder Fax: 030-30109473

Mittwoch, 14. September 2011 (ganztägig) - Mittwoch, 28. September 2011 (ganztägig)
Schaperstrasse 24 10719 Berlin

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