Mit dem "Konzert für Berlin" am Sonntag feierte Berlin auch musikalisch die Maueröffnung. Das Event wurde vom Sender Freies Berlin kurzfristig organisiert und in Radio und Fernsehen live übertragen. Es spielten BAP, Joe Cocker, Die Toten Hosen, Udo Lindenberg, die Puhdys und viele andere in der Berliner Deutschlandhalle.
Die Organisatoren konnten sich vor Angeboten von auftrittswilligen Musikern nach eigenem Bekunden kaum retten. In den Umbaupausen wurden reihenweise Grußadressen von Künstlern verlesen, die aus Kapazitäts- oder Termingründen nicht dabei sein konnten.
Bei freiem Eintritt kamen insgesamt ca. 50.000 Besucher, davon schätzungsweise 25.000 Ost-Berliner zu dem Konzert.
Der damalige Regierende Bürgermeister Walter Momper begrüßte die vorwiegend jungen Gäste, Campino kletterte nicht ganz nüchtern auf die Lautsprechertürme und Udo Lindenberg besang die DDR-Bürger, die mit einem "Sonderzug aus Pankow" angereist waren.
Das Konzert dauerte mehrere Stunden. Zeitweise war die Deutschlandhalle überfüllt. Viele Besucher mussten draußen bleiben.
Kleine Fußnote der Weltgeschichte: Beim "Konzert für Berlin" hatten die legendären Berliner Anarcho-Kabarettisten "Die 3 Tornados" ihren letzten öffentlichen Auftritt.



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