Made in Germany Wenn einer eine Reise tut, dann kann er was erleben, behauptet der Volksmund. 1967 in Hongkong geboren machte der Regisseur Bin Chuen Choi eine weite Reise, nämlich nach Berlin, wo er an der UDK erst Bildende Kunst studierte und als Meisterschüler von Kuno Gonschior abschloss, dann in die Experimentelle Mediengestaltung wechselte. Seine Arbeiten, die sich irgendwo zwischen Malerei und Film bewegen, belegen, dass er unterwegs blieb, allerdings in umgekehrter Richtung: In seinen vielfach preisgekrönten Kurzfilmen beschäftigt sich Bin Chuen Choi intensiv mit seinem Geburtsland, er unternimmt Reisen dorthin, setzt sich mit sich selbst in der vertraut fremden Umgebung, seiner dort lebenden Familie auseinander, besucht Fundbüros vor Ort und beschäftigt sich mit dem Umbruch, der dort stattfindet. An diesem Donnerstag zeigt die Werkstatt der Kulturen drei dokumentarische Videoessays des Regisseurs: „Jedes mal nehme ich 9 kg zu, wenn ich in HongKong bin” (von 2000, 30 min), „Old Choi´s Film” (2001, 18 min) und „Lost Property” (2006, 20 min), Auseinandersetzungen mit Veränderung, Verlust, Tod und Entfremdung.



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