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Meine Fête de la Musique
©keks
Veranstaltung - Montag, 21. Juni 2010 (ganztägig)1

Meine Fête de la Musique

von Elke

Fête de la Musique Berlin. Was gibt es Schöneres als am Tag der Sommersonnenwende, den Nachmittag und Abend im Freien zu verbringen und Musik zu hören?!
Schon seit 16 Jahren lockt die wunderbare Fête de la Musique in Berlin Groß und Klein auf die Straße und in Parks, vor Cafés, Kneipen oder einfache Kastenwagen. Unterschiedliche Musikstile von Gitarrenmusik, Singer-Songwriter, über Ska, Punk, Reggae, HipHop, Jazz, Elektro, Soul, Klassik und noch vieles mehr wie beispielsweise eine Kinderprogramm werden angeboten. Letztlich sollte bei der Fête jeder die passende Musik finden oder kann so auch Neues für sich entdecken.

Aber mein Herz schlägt nun mal zum größten Teil elektronisch und so lag für mich nichts näher, als mich zunächst in dem Bereich umzuschauen. Einer meiner Lieblingsacts sind die zwei Jungs von Modeselektor, und nachdem ich sah, dass sie in der Oderberger auflegen, war für mich klar, wohin die Reise gehen würde.

Station 1: Blockparty in der Oderberger Straße 4

Schon von Weitem waren die Bässe der kleinen Bühne vor dem Plattenladen OYE records auf der Oderberger Straße zu hören. Jesse Rose stand zu dem Zeitpunkt an den Plattentellern und versetzte die Menge in einen wahren Freudentaumel. Die Ordner hatten alle Hände voll zu tun, die Straße freizuhalten und auch das DJ-Set wurde mehrere Male unterbrochen mit Ansagen: „Bitte macht die Straße frei! Sonst müssen wir die Veranstaltung abbrechen!“ Als Modeselektor schließlich um 20.40 Uhr die Bühne betraten, war alles zu spät. Zu viele Menschen waren gekommen und die Ordner mussten die Straße komplett abriegeln. So wurde die Fahrbahn zu einer einzigen großen Tanzfläche, auf der ausgelassen getanzt und gefeiert wurde. Zwar war zuweilen der Sound der Anlage wirklich mies, aber die zwei Jungs brachten in bewährter Manier dennoch die Menge zum Toben. Vielen Dank dafür! Es war wirklich toll!

Station 2: Kastanienallee gegenüber vom Prater
Kurz vor dem offiziellen Ende der Fête de la Musique um 21.30 Uhr verließ ich die Location in der Oderberger und schlenderte auf der Kastanienallee in Richtung Eberswalder Straße. Was von Weitem noch seltsam aussah – eine Menschenmenge, die sich um einen Kastenwagen versammelt hatte – entpuppte sich bei näherer Betrachtung als super Idee. Die Berliner Band Dry Mention hatte unter der Plane die wohl kleinste Bühne der Fête bezogen! Wie sich später herausstellte, handelt es sich dabei um ein erprobtes Konzept der Band: auf der Fête de la Musique von Ort zu Ort fahren, Plane hinten hochklappen und abrocken! Das funktioniert nicht zuletzt, weil die drei Jungs einfach großartigen, energiegeladenen Pop mit Rock und Soul-Elementen verbinden und spielen. Von denen möchte ich in nächster Zeit definitv mehr hören!

Station 3: Frisör Grünton auf der Eberwalder Straße 26
Meine letzte Station auf der diesjährigen Fête de la Musique war auch eher ein Zufall, denn ein perfekt ausgeklügelter Plan. Nachdem ich den Wagen von Dry Mention schweren Herzens hinter mir gelassen hatte und an der Eberwalder Straße ankam, entdeckte ich auf der anderen Straßenseite vor meinem Stammfrisör eine kleine, tanzende Menschentraube. Wie sich herausstellte, feierte Grünton am Tag der Fête seinen vierten Geburtstag. Getreu dem Motto der Fête de la Musique: umsonst und draußen, legten vor dem quietschgrünen Laden Freunde des Hauses allerfeinste elektronische Tanzmusik auf.

Mein Fazit für die Fête de la Musique ist wieder einmal: möglichst wenig Programm machen und sich einfach treiben lassen, so entdeckt man hier und da kleine und feine Perlen am Wegesrand. Ein weiterer Abend in Berlin, der echt Spaß gemacht hat!

Aber wo wart Ihr und habt musikalisch so richtig was auf die Ohren bekommen?

Montag, 21. Juni 2010 (ganztägig)

Fotos

Kommentare

mariah.who
mariah.who - 23.06.2010 - 09:33
ich wäre auch sooo gerne hingegangen.. klingt als hätte ich was verpasst!
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