Nan Goldin Berlin. Es ist eine Art Liebesbeziehung, die die bekannte Fotografin Nan Goldin seit fast 30 Jahren mit Berlin verbindet und die sie seit 1982 immer wieder in diese Stadt zurückkehren lässt. Manchmal nur für ein paar Tage und manchmal, wie zwischen 1991 und 1994, für ein paar Jahre. In der Ausstellung "Berlin Work", die vom 20.November 2010 bis 28.März 2011 in der Berlinischen Galerie zu sehen ist, werden 80 ausgewählte Fotoarbeiten Goldins präsentiert, die zwischen 1984 und 2009 in Berlin entstanden sind.
Nan Goldins Arbeiten zeigen das unmittelbare Lebensumfeld der Künstlerin, ihre Freunde, Partner, ihre so genannte Berliner "Familie"... Menschen, aber auch Orte, mit einem persönlichen, zuweilen ganz intimen Bezug zu der Fotografin. Rein zufällig, ohne große inszenatorische Kunstgriffe scheinen ihre Bilder entstanden zu sein und machen damit den eigentlichen Reiz der Arbeit Goldins aus. Sie präsentiert Freunde und Orte ungeschönt, direkt, nachdenklich, in einer Momentaufnahme ihres Gefühlszustands.
Undistanziert und doch voller Empathie und Zuneigung für die abgebildeten Personen und Orte sind so intime und intensive Bilder entstanden, die von existentiellen Themen wie Liebe, Sex, Tod, von Verlust, Sehnsucht und Einsamkeit erzählen. Eindringlich und doch ohne den Betrachter oder das Betrachtete sensationslüstern zur Schau zu stellen.
Ergänzt wird die Werkschau durch Archivmaterial aus dem Besitz der Künstlerin und Bildtableaus, die die Schlüsselthemen der Zeit abbilden. Themen, die Goldins Berlin-Bild und ihr Werk entscheidend beeinflusst haben.
Öffnungszeiten:
täglich (außer dienstags). 10-18 Uhr
20.11.2010, 15 Uhr: Nan Goldin im Gespräch mit Joachim Sartorius, Intendant Berliner Festspiele (in englischer Sprache)
03.01. - 11 Uhr Gespräch in der Ausstellung







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