Ólafur Arnalds Berlin. Tausendfach, tausendschön und immer wieder anders, so schlägt das musikalische Herz des isländischen Multiinstrumentalisten Ólafur Arnalds.
Arnalds, der seine Karriere als Schlagzeuger einer nicht gerade zimperlichen Metal-/Hardcore-Band begann und ebenfalls eine Hälfte des Minimal-Techno-Duos Kiasmos darstellt, kann auch ganz anders. Leise Klaviermeditationen fließen durch die Finger des – ja das kann er auch – klavierspielenden Virtuosen, werden von Streicherarrangements ummantelt und zuweilen von einem Breakbeat-Gewitter durchbrochen. Teils melancholisch, teils leicht und zuversichtlich umspielen seine Melodien die Ohren und Seelen der Zuhörer und so manch eingefleischter Indiefan wird beim Hören seiner Melodien plötzlich zum Liebhaber von Klassik und Kammermusik.
Für die drei Abende im heimelig, intimen Rahmen des Roten Salons hat sich Ólafur Arnalds wieder etwas ganz Besonderes überlegt. Ohne festgelegte Playlist, sondern einzig und allein mit seinen Fähigkeiten als Werkzeug, wird Arnalds zum Instrument der Zuschauer und zu den vom Publikum festgelegten Themen improvisieren und komponieren. Während die einen also den Musiker bei dem Entstehungsprozess eines Werkes beobachten, müssen andere Zuhörer wiederum Stampfen und Klatschen um für Arnalds Komposition ein Beatgerüst zu bauen. Eins ist dabei ganz gewiss: kein Abend wird dem anderen gleichen.



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