Orhan Pamuk Berlin. Er ist einer der wichtigsten Schriftsteller der Türkei und ist Träger des Literatur-Nobelpreises 2006: Orhan Pamuk. Am Dienstag, den 29. März 2011 beehrt er das Renaissance-Theater, um seinen Debütroman von 1982: Cevdet und seine Söhne, der nun ins Deutsche übersetzt wurde, vorzustellen.
Das Buch schildert über einen Zeitraum von drei Generationen den Aufstieg und Fall einer Familiendynastie und zeichnet zugleich den Weg der Türkei in die Moderne nach. Alles, was für den Protagonisten Cevdet zu Beginn des Buches im Jahre 1905 noch Bestand hatte, scheint sich nur dreißig Jahre später für seine drei Kinder komplett verändert zu haben. Während er noch mit einer Kutsche durch Istanbul fuhr und mit verschiedenen Nationalitäten, Konfessionen und Weltanschauungen konfrontiert wurde, gelten für seine Kinder andere Regeln. Kleidung, Schrift, Zeitrechnung, Gesellschaft, das ganze politische System haben sich verändert.
Mit teils autobiographischen Zügen erzählt Pamuk vom Istanbuler Alltag und türkischen Familienverhältnissen und zeichnet zugleich den Wertewandel der Türkei nach.
Einführung und Gespräch mit Orhan Pamuk: Joachim Satorius
Dolmetscher: Recai Hallac



Kommentare