Peter Lindbergh Berlin. Peter Lindbergh ist einer der renommiertesten Modefotografen der Welt und hatte schon jedes Topmodel und fast jeden, meist weiblichen, Star vor seiner Linse: Linda Evangelista, Sharon Stone, Naomi Campbell, Catherine Deneuve… sie alle wurden von seiner Linse gezähmt, wurden von der unnahbaren Diva zur verletzlichen Frau.
Es erstaunt zunächst, dass trotz oder gerade wegen all dieser Schönheiten, die er schon abgelichtet hat, für Lindbergh Blicke erotischer sind als Busen oder Beine. So überrascht auch nicht, dass für Lindbergh ein gutes Modefoto vor allem ein treffendes Porträt einer tollen Frau ist und kein inhaltsleeres mit Photoshop bearbeitetes Bild. Seine Inszenierungen von Weiblichkeit, Körpern und Körperkult beleuchten die weiche, verletzliche, ungeschönte, zuweilen melancholische Seite hinter den schönen, unnahbaren Gesichtern. Er entdeckt das Individuum hinter dem Starkult in all seiner Stärke und auch Zerbrechlichkeit.
Dabei verzichtet Lindbergh ganz bewusst auf überflüssiges Beiwerk oder dominierende Hintergründe und schafft durch seine puristische Ästhetik eine klare, expressive Bildsprache, die oft an zufällige Schnappschüsse oder Reportagefotos erinnert. Bei dem Anschein des reellen, flüchtigen Moments der Aufnahme kommt ihm interessanterweise auch die Wahl der „Coloration“, nämlich Schwarz-Weiß zur Hilfe.
Mehr als 120 Bilder und Filme des Photographen mit dem besonderen Blick können noch bis zum 9. Januar 2011 im C/O Berlin in Mitte bewundert werden.
Weitere Informationen zur Ausstellung, aber auch dem Verbleib des C/O Berlin findet ihr auf dieser Website: C/O Berlin.
Adresse:
C/O Berlin im Postfuhramt
Oranienburger Straße 35/36
10117 Berlin
Öffnungszeiten:
Täglich von 11 bis 20 Uhr


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