powered by BerlinOnline
No public posts in this group. You must login and become a member in order to post messages, and view any private posts.
Reynold Reynolds
Reynold Reynolds: The Secrets Trilogy. Still aus „Six Easy Pieces“, 2010. © Reynold Reynolds
Kunst - Dienstag, 1. Februar 2011 - 11:00 - Sonntag, 3. April 2011 - 19:00

Reynold Reynolds

von Elke
Reynold Reynolds Berlin. In Zusammenarbeit mit der Transmediale 2011 hat Labor Berlin in diesem Jahr den Wahlberliner und internationalen Künstler Reynold Reynolds ins Haus der Kulturen der Welt eingeladen.
Reynolds, der 2009 für seine Split-Screen-Videoarbeit „Six Appartements“ den zweiten Preis des „Transmediale Award“ gewann, bewegt sich mit seinen Arbeiten stets an der Schnittstelle von Kunst und Wissenschaft, verstört und provoziert zugleich.

Bei der vierten Ausgabe von Labor Berlin, einer Ausstellungsreihe, die sich dem kreativen Potential in Berlin lebender internationaler Künstler verschrieben hat, präsentiert Reynolds in einer Weltpremiere die dreiteilige Installation „Six Easy Pieces“ mit der er zugleich seine Trilogie „Secrets Trilogy“ vollendet. Auch die beiden anderen Teile „Secret Live“ und „Secret Machine“ sind im Haus der Kulturen der Welt zu sehen.
Als Kunstgriff hat Reynolds in seinen Videoarbeiten 16-Milimeter-Material zusammen mit Standaufnahmen montiert, was den Filmen eine eigentümliche Qualität und einen surrealen Charakter verleiht. Zusätzlich spielt er kunstvoll mit der Raum-Zeit-Wahrnehmung der Betrachter, medientechnischen Bedingungen und künstlerischen Ausdrucksformen.

Im ersten Teil der Trilogie „Secret Live“ von 2008 lebt eine Frau in einem Appartement voller Pflanzen. Wahllos stopft sie Unmengen an Essen in sich hinein, bewegt sich in einer mechanischen Geschwindigkeit durch die Wohnung, in der die wachsenden Pflanzen ihr allmählich die Luft zum Atmen nehmen. Mit distanziertem, wissenschaftlichem Blick richtet sich die Kamera auf das Geschehen, dokumentiert, hält das Ticken der Uhr und die klaustrophobischen Zustände fest.

Secret Life from ⓇⓇ Artstudio Reynolds on Vimeo.

In „Secret Maschine“ aus dem Jahre 2009 hat sich der Filmemacher an den berühmten fotografischen Bewegungsexperimenten von Eadweard Muybridge orientiert. Ausgehend von dem Glauben der wissenschaftlichen Vermessung des Menschen reflektiert er über den radikalen Wandel im Verständnis von Zeit und Raum und setzt dafür die Protagonistin unterschiedlichen Apparaten und Vermessungen aus.

Secret Machine from ⓇⓇ Artstudio Reynolds on Vimeo.

Mit der Weltpremiere des dritten Teils beschließt Reynolds die Trilogie.
„Six Easy Pieces“ (2010) basiert auf dem Buch „Six Easy Pieces: Essentials of Physics explained by its most brilliant teacher” des legendären Physikers Richard P. Feynmann. Inspiriert von einer Zeit, in der Künstler und Naturwissenschaftler ähnliche Interessen und Anliegen hatten und nicht selten ein und dieselbe Person waren, (de)konstruiert Reynolds die perfekte Synthese von Kunst und Technologie.

Noch bis zum 03. April 2011 kann man sich im Projektraum des Haus der Kulturen der Welt an die Entschlüsselung der auf sechs Leinwänden verteilten Trilogie machen.

Artist Talk: 09.März 2011 19 h
 
Öffnungszeiten:
Mittwoch – Montag und feiertags: 11 – 19 h
Dienstag: geschlossen
Dienstag, 1. Februar 2011 - 11:00 - Sonntag, 3. April 2011 - 19:00
John-Foster-Dulles-Allee 10 10557 Berlin

Fotos

Noch keine Fotos vorhanden.

Kommentare

Inhalt abgleichen