Zum Ende des 19. Jh. wütete in Berlin eine Epidemie, die nur noch mit der Pest zu vergleichen war. Beinahe jeder zweite Todesfall in der Stadt war auf die Tuberkulose zurück zu führen. So entstanden ab 1896 im Einzugsgebiet der Metropole zahlreiche, verschiedene Lungenheilanstalten, die dem einfachen Arbeiter eine Therapie ermöglichen sollten. Die wohl bekannteste, zumindest aber größte Klinik war die Heilstätte in Beelitz. In 64 Gebäuden wurden bis zu 1200 Patienten behandelt.
Endlose Gänge führen zu mondänen Treppenhäusern. Loser Putz blättert von den Wänden des riesigen Kuppelsaals der Kaltwasserbehandlung. In dessen Zentrum versinkt ein einsames Tauchbecken im Boden. Die Licht durchfluteten Liegebalkone blicken auf wunderschöne Gebäude im englischen Landhausstil.
Still und einsam ruhen die gewaltigen Gemäuer der Klinik inmitten der erholsamen Brandenburger Wälder. Leiser Wind pfeift durch die langen Flure. Irgendwo knarrt ein Fenster. Wenn Sie sich die atemberaubende Architektur genauer betrachten, können Sie in jedem Detail erkennen, welche Prächtigkeit man den schwer kranken Patienten damals angeboten hat.
Bitte beachten Sie folgenden Hinweis:
Das Betreten des Geländes und der Gebäude der Beelitzer Heilstätten ist außerhalb der genehmigten Führungen und Fototouren strengstens verboten und wird sofort zur Anzeige gebracht. Das Areal wird inzwischen bewacht, um somit Vandalismus und Unfällen vorzubeugen.












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