Wer sich einmal ins Berliner Westend verirrt, ob gewollt oder nicht, sollte mal im Brixpark vorbeischauen. Einer der, wie ich finde, schönsten City Parks Berlins. Wobei dieser eher an die Londoner Square Parks erinnert, als an einen normalen Freizeitpark. Für Läufer eher ungeeignet, es sei denn man hat Lust auf einen 30 Runden- Lauf.
Anfang des 20. Jahrhunderts wurde der Brixpark angelegt und bis heute wunderschön gepflegt. Das war wohl auch der Grund, warum es in früheren Zeiten viele Prominente in diese Gegend verschlug. Beispielsweise den Boxer Max Schmeling, der seine Frau dort kennenlernte oder den Kabarettisten, Dichter und Maler Joachim Ringelnatz. Dieser bekannte sich zum Brixplatz (früher Sachsenplatz) mit folgendem Gedicht:
Es sang eine Nacht…
Eine Nachti…
Ja Nachtigall
Am Sachsenplatz
Heute morgen.- Hast Du in Berlin
Das je gehört?- Sie sang, so schien
Es mir, für mich. Für Ringelnatz.
Und gab mir doch Verlegenheit,
Weil sie dasselbe Jauchzen sang,
Das allen Dichtern früherer Zeit
Durchs Herz in ihre Verse klang.
In schöne Verse!
Nachtigall
Besuche bitte ab und zu
Den Sachsenplatz;
Dort wohne ich. - Ich weiß, dass du
Nicht Verse suchst von Ringelnatz.
Und hatten doch die Schwärmer Recht,
die dich besangen gut und schlecht.











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