Dass hier in den Räumen des Café Brel früher ein Bordell war, will so gar nicht zu den strahlend-weißen gestärkten Tischdecken und den glänzenden Weingläsern darauf passen. Doch ein bisschen verwegener Charme ist geblieben und ein Blick in die Getränkekarte verspricht: Hier kann man bei edlen Whiskey und Gin nächtelang am Tresen sitzen, melancholisch sein, ganz im Sinne des Namenspatrons, dem belgischen Chansonier Jacques Brel. Dazu passt, dass es hier das Frühstück bis in den Abend hinein gibt.
Die Spezialität im Café Brel sind die „Moules Frites“, Miesmuscheln belgischer Art mit Pommes Frites, außerdem gibt es ein 3-Gänge-Mittagsmenü. Viele Geschäftsleute kommen zum Lunch hierher, verrät der Barmann, dazu viele Stammgäste, ein eher gediegenes, gesetztes Publikum, das den edlen Kaffee der Berliner Privatrösterei Sagers und den hausgebackenen Kuchen zu schätzen weiß und abends auch gerne mal eine Flasche Champagner bestellt. Im Sommer sitzt man draußen direkt am Savignyplatz, kann die vorbeilaufenden Flaneure beobachten und dazu eine Flasche Leffe trinken, traditionell belgisches Bier, das es gleich in 0,75-Liter-Flaschen serviert gibt.
Geöffnet täglich ab 9 Uhr, Küche bis 1 Uhr nachts
Tel.: 31800020












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