Wenn man die Karl-Marx-Straße im Herzen Neuköllns mit ihren unzähligen Handyläden und 1-Euro-Shops sieht, kann man kaum glauben, dass sich hier eines der schönsten und ältesten Cafés Berlins befindet. Das Café Rix hält in seinen Namen noch die Erinnerung an das einstige Rixdorf wach, das, in den 1870er Jahren noch am Rand der neuen Hauptstadt Berlin gelegen, sich schnell zu einem kulturellen Zentrum entwickelte und 1911 in Neukölln umbenannt wurde.
Dieses traditionsreiche Café, das sich im Saalbau Neukölln befindet, wurde aufwendig restauriert 1990 wieder eröffnet und bietet mit seinem Ensemble aus reich verziertem Goldstuck, großen Spiegeln und Parkettboden das Flair eines klassischen Kaffeehauses. Das meist gemischte Publikum kann in dieser von neobarocken und Jugendstilelementen durchsetzten Atmosphäre aus einer reichhaltigen Karte wählen: Vom Sektfrühstück mit Parmaschinken zu Kaffee und Kuchen für den kleinen Geldbeutel, vom Wiener Schnitzel zum Single Malt Whisky bietet die Karte alles, was das Herz begehrt. Für die Abendstunden bietet das täglich bis 0 Uhr geöffnete Café eine umfangreiche Weinkarte und an den Sonn- und Feiertagen von 10 bis 14.30 Uhr einen Brunch, der mit 8 Euro pro Person angesichts der exquisiten Auswahl ausgesprochen günstig ist.
Sollte in dem recht großen Café, das einst der „kleine Saal“ dieses Saalbau-Komplexes war, einmal nicht genügend Platz zu finden sein, so hat der Besucher in den wärmeren Jahreszeiten die Möglichkeit, im großen Innenhof unter dem ausladenden Blätterdach eines Kastanienbaums Platz zu nehmen. Das Café Rix zeigt zudem regelmäßig wechselnde Ausstellungen bildender Künstler und bietet ab und an auch Live-Musik und Lesungen. Es ist ein Ort, der die einstige Pracht des frühen 20. Jahrhunderts lebendig macht und die richtige Adresse, um vor oder nach einem Besuch der nahe gelegenen Neuköllner Oper oder des Passagen Kinos stilvoll zu verweilen.













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