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Der Arbeitsmarkt in Berlin – Wie Studenten in Berlin Geld verdienen

von Bert

Vor allem Geringverdiener sind vom Wandel in Berlin betroffen

Berlin war noch nie für seine besonders hohen Gehälter bekannt, das machte aber auch nichts – zumindest zu der Zeit, als das Leben in Berlin noch nicht so teuer war.

Bis vor einigen Jahren kamen die Studenten mit ihrem Einkommen noch ganz gut klar – denn Wohnen, Freizeitgestaltung und Shoppen waren in der Hauptstadt auch für Leute mit kleinerem Geldbeutel machbar.

Die älteren Semester schwärmen heute noch von ihren WG-Zimmern für 150 bis 200 Euro, von aufregenden Clubnächten mit freiem Eintritt und von schicken, aber günstigen Vintage-Läden in Berlin-Mitte.

Doch gerade diese begeisterten Stimmen haben vermutlich dazu beigetragen, dass Berlin derzeit seinen Coolness-Faktor verliert. Von dem schönen Leben in der Metropole wollten nämlich immer mehr Leute profitieren – auch Leute mit Geld. Und so gibt es für Berlin langsam keine Notwendigkeit mehr, günstig zu sein. Die Preise steigen.

So sind seit 2008 beispielsweise die Mieten um 35 Prozent angestiegen, der durchschnittliche Quadratmeterpreis liegt inzwischen schon bei 12,09 Euro. Weit und breit findet man keine WG-Zimmer mehr für 150 bis 200 Euro.

Die steigenden Preise treffen nun vor allem die Geringverdiener. Gerade Studenten, die ja einen Großteil ihres Einkommens für die Miete ausgeben, sind von enormen Mieterhöhungen häufig überfordert. Sie werden aus den beliebten Stadtteilen an die Ränder vertrieben und suchen nach neuen Möglichkeiten, um sich ihr Leben in der Hauptstadt zu finanzieren.

Wie sieht der Jobmarkt in Berlin aus?

Mit einem lukrativen Nebenjob lässt sich dein Geldbeutel füllen und im besten Fall kannst du dabei sogar noch interessante Erfahrungen sammeln und berufliche Kontakte knüpfen.

Der durchschnittliche Stundenlohn für Nebenjobs liegt der Studie „Fachkraft 2020“ zufolge derzeit bei 9,17 Euro im Semester und bei 9,25 Euro in den Semesterferien. Der Mindestlohn ist damit immerhin um ein gutes Stück überstiegen, dennoch empfinden die meisten Studenten dieses Einkommen angesichts ihrer hohen Qualifikation als zu gering und wären laut der Fachkraft-Studie zur wirtschaftlichen Lebenssituation von Studenten eher mit 10,52 Euro pro Stunde zufrieden.

Die Unzufriedenheit liegt zum einen daran, dass die Studenten den starken Preisanstieg zwar in ihren Ausgaben für Miete, Klamotten, Mittagessen und Clubbesuche zu spüren bekommen, er sich aber auf dem Gehaltszettel nicht bemerkbar macht. Zum anderen fühlen sie sich vor allem dann unfair behandelt, wenn sie sehr anspruchsvolle Aufgaben erfüllen oder langweilige Hilfsarbeiten verrichten sollen:

Nicht selten werden Studenten und Praktikanten als billige Vollzeit-Kräfte behandelt mit einem ähnlich hohen Arbeitspensum wie die festen Mitarbeiter, oder sie fühlen sich in ihren Aufgabenbereichen unterfordert, als reine Zuarbeiter, mit eintöniger Arbeit, die sie beruflich garantiert nicht weiterbringen wird.

Wie gehst du geschickt mit der angespannten Situation um?

Um schlechte Laune und ein leeres Bankkonto zu vermeiden, gilt die Devise: Augen auf bei der Jobwahl! So ergibt die Studie auch, dass der Stundenlohn je nach fachlicher Ausrichtung variieren kann. So haben die MINT-Studenten normalerweise mehr Glück als Geistes- und Kulturwissenschaftler. Physikstudenten verdienen zum Beispiel 11 Euro pro Stunde – ein Gehalt, mit dem so gut wie jeder Student zufrieden wäre.

Aber auch in anderen Fachrichtungen kann man das Glück haben, mehr als das Berliner Durchschnittsgehalt zu verdienen.

Oft kann es sich lohnen, etwas länger nach einem Job zu suchen – am besten nach einem, der nicht nur Geld bringt, sondern auch Spaß macht und das theoretische Studium durch Praxiserfahrung ergänzt – anstatt direkt das erstbeste Stellenangebot anzunehmen und sich anschließend regelmäßig zu ärgern.

Auf der anderen Seite muss ein Nebenjob ja auch nicht für immer sein. Wichtig ist, dass du auf die steigenden Preise in Berlin mit einem steigenden Einkommen reagieren kannst. Und dann bleibt nur zu hoffen, dass die Lebenshaltungskosten in der Hauptstadt bald ihr Limit erreicht haben und Berlin nicht als neues Paris oder London endet – denn damit würde die Stadt viel Energie und Kreativität durch junge Leute und Studenten verlieren, die sich das Leben in Berlin einfach nicht mehr leisten können.

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