Neulich liefen wir mit drei 1 Euro-Kopien arabischer Musik über die Straße und bekamen Durst. Da sahen wir auf der anderen Straßenseite das Oasenschild: Eiscafé Jakoub steht darauf, und bis auf sandigen Untergrund erfüllt diese alle Klischees, die einem zu einer Standard-Oase einfallen. Wir betreten das Innere einer Orange, ausgestattet mit Campingmöbeln. Hinter der gläsernen Theke liegen ein Dutzend unglaublich gesund aussehender Früchte und die daraus entstehenden Säfte, die thematisch ganz in Muttis Sinne wären (Grippestopper und vielmals Vitamin C) gibt es schon ab 1 Euro. Während wir darauf warten, dass die Gesundheit (Grapefruit, Orange, Zitrone) sich im Glas versammelt, passieren auf dem Bildschirm an der Wand gegenüber lybische Präsidenten, reitende Beduinen und freundlich dreinblickende Kamele. Psachtek! Der Besitzer betrachtet meinen jungen Freund sanft und stellt uns zwei Espresso auf den Tisch, Al Jazeera sendet Nachrichten aus der Heimat des einen, und auf der Sonnenallee hinter den großen Fenstern wird geheiratet. Wenn wir Hunger hätten, könnten wir hier bestellen: frischen Joghurt mit Honig und Nüssen, Eiskakao und Milchshakes. Und natürlich: Eis. Wir aber sind satt, denn die Gläser sind, wie in jedem Paradies, riesig und randvoll. Auf ein andermal.














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