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Impala

Pappelallee 1, 10437 Berlin

   Impala   

Ehrlich gesagt, ist mir das Impala in meinen nun fast geschlagenen zehn Jahren auf dem Prenzlauer Berg nie aufgefallen, obwohl es schon seit sieben Jahren existieren soll. Ein großer Fehler, muss ich sagen! Na gut, es quetscht sich zwischen Meldestelle und Guru am Anfang der Pappelallee ziemlich verhuscht in die Mauer und scheint nichts weiter zu sein als ein x-beliebiger Coffeeshop, aus dem man am liebsten noch schneller rausrennt, als man reingegangen ist. Das Impala allerdings kämpft schon im Eingangsbereich gegen die Seelenlosigkeit vergleichbarer Einrichtungen, indem es den Besucher mit einem studentisch zusammengestoppelten schwarzen Brett begrüßt, wo die Gurus von nebenan Schnupperstunden in Telekinese und ähnlichen Quark verhökern.

Nun, schreiten wir lieber bis zur Theke vor und studieren die vielleicht einen Meter und dreißig breite Angebotspalette von Kaffeesorten. Kaum dass ich eine Minute rätselnd vor den guatemaltekischen, brasilianischen, papaneu-guineanischen Kaffeesorten stehe, es sind vielleicht fünfzehn Stück an der Zahl, da bietet mir eines der netten Barmädchen einen Testespresso an. Ich nehme den aus Guatemala, der mir kompetent fachgesimpelt als geschmacklich ausnehmend stark, wenngleich vom Säuregehalt milde, angepriesen wird. Und genauso ist er auch. Kostenpunkt, 4,90 Euro für, ich glaube, 250 Gramm. Das gefällt! Genauso wie die schwedische Mandeltarte. Optisch kommt der kleine flache Keil zwar so trocken rüber, als könnte man damit Nägel in die Wand dreschen, doch das ist eine Täuschung. Denn schon beim ersten Bissen erweist sich die Tarte als so saftig und unsüß, dass ich gern auch noch die Kirschmarzipantarte (2,60 Euro) und die Mandarinencheesetarte (2,80 Euro) verputzt hätte.

Aber abends um sechs, mitten in der Woche, nee, das kann man nicht bringen, oder? Kurz und gut, das Impala sieht mich wieder, und wenn nicht in der Pappelallee, dann in der Senefelder, wo demnächst eine neue Filiale aufmacht.

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Autor: Andi 6. März 2010 - 20:11

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"Dieses Pfandflaschenbusiness macht mir wirklich Eindruck. Am Anfang haben sie fünf Plastiktüten und am Ende ein Fahrrad mit Anhänger. So entstehen aus Armutsverhältnissen total ehrgeizige, selbstständige Unternehmen, und das fördert niemand."

  

  Impala