Das Konzept des Künstlers als einsamem, durch die Beobachtung der Gesellschaft vereinzelten Menschen hat eine lange Tradition. Während man zur Zeit der Aufklärung allerdings nur Gutes über die charakterbildende Einsamkeit zu sagen wusste, gehört sie heute zu den wohlproduzierten Todfeinden des modernen Menschen. Nimmt man die Anzahl an in Berlin lebenden Künstlern zusammen mit dem Bild der Großstadt als Pool der Anonymität ergibt sich ein psychologisches Schreckensszenario. Zu unser aller Glück ist der Planet nicht in drei Sätzen erklärt, und für Kreative gibt es Rettung.
Diese findet man in der Bastellerie in Kreuzberg. Hier, im Hochparterreladen in der Lausitzer Straße kann man bei schöner Musik und zu kleinen Preisen bis Umsonst persönliche Lieblingsprojekte fortsetzen, sich von den unzähligen Farb-, Material- und Themenvorschlägen der Mitbastler und Begründer inspirieren lassen und findet auch das nötige Handwerkszeug vor, das man sich mitunter nicht für den Hausgebrauch leisten kann, wie etwa Druckpressen oder Nähmaschinen. Egal ob Buttons pressen, Schuhe bemalen oder gemeinsam in entspannter Atmosphäre sticken, nähen und stricken, das Angebot ist groß. An manchen Tagen ist die Maschinenbenutzung sogar kostenlos - wer die Website der Bastellerie besucht, findet einen Kalender mit allen Terminen und Preisen. Hier gibts auch Fotos der letzten Bastelevents, einen kleinen Einblick in bereits Entstandenes und ein Tagebuch als Ausblick auf die Zukunft. Wer direkt im Laden vorbeischauen will, kann das Mittwoch bis Samstag von 14-22 Uhr.












