Der Nollendorfplatz ist eigentlich gar kein Platz (mehr). Der Nollendorfplatz ist eher eine große, unübersichtliche Verkehrskreuzung mit U-Bahnhof in der Mitte. Der große Umsteigebahnhof (Linien 1-4) erstreckt sich über zwei Untergeschosse und eine überirdische Ebene, von wo die U-Bahn als Hochbahn Richtung Potsdamer Platz führt.
Benannt nach der Schlacht bei Kulm und Nollendorf (1813), markiert der Platz die nord-westliche Grenze eines großen Szeneviertels. Insbesondere die Lesben- und Schwulenszene trifft sich hier im Kiez und feiert jeden Sommer ein großes Straßenfest.
Schon zu Beginn des 20. Jahrhunderts war die Gegend um den Nollendorfplatz Treffpunkt für Homosexuelle aus ganz Deutschland, bis die Nationalsozialisten die Lokale schlossen und die Schwulen unter dem Zeichen des rosa Winkel verfolgten.
Erich Kästners "Emil und die Detektive" jagen hier und in den umliegenden Straßen den gemeinen Herrn Grundeis, der Emil im Zug nach Berlin 140 Mark aus der Jackentasche gestohlen hat. Und auch einige von Christopher Isherwoods Romane spielen hier, genauer: in der vom Platz abgehenden Nollendorfstraße.




Kommentare
von: berlinerherz7121 - 06.03.2010 - 18:36
Ich hab sooo gern am Nolli gelebt!! War ne tolle Zeit um dort aufzuwachsen (1972 bis 1989)!
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