Wer einen stressigen Nachmittag hat, und viel zu denken, der braucht Nüsse. Yusuf hat jede Menge davon. Und nicht nur das. In seinem Laden in der Wrangelstraße kann man in etwa jedes Obst getrocknet und jedes Gemüse eingelegt kaufen, dazu Gewürze, Käse und Gebilde aus Gelee, die man in Scheiben von einem langen Faden schneidet. Auf den bis an die Decke reichenden Regalbrettern prangen abgepackte Dosen, Rosenwasser, mit dem man nach dem Rauchen wohlriechende Hände bekommt und Tees. Seit neuestem bekommt man hier auch selbstgemachten Tee und Säfte, man sitzt an einem langen Holztisch vor dem Fenster, trinkt eine Mischung aus Salbei, Kamille, Thymian und Ingwer, betrachtet die Markisen des Supermarkts auf der gegenüberliegenden Straßenseite und isst Erdnüsse im Sesam-Honigmantel oder die fantastischen Quader aus gehärtetem Karottenmus mit Haselnüssen und Kokos, die sonst so schwer zu bekommen sind. Im Hintergrund läuft ein türkischer Klassiker, den einst ein blinder Nationalheld geschrieben hat, und den heute Musiker in der ganzen Türkei gemeinsam neu interpretieren und Yusuf macht Witze über die Bürokratie. Und weil der Stress jetzt schon vergessen ist und die Packpapierpackungen mit den kleinen Vögelchen so hübsch, kaufen wir noch ein bisschen scharfen Mais für 70 Cent und Gojibeeren für die Augen unserer Großmütter.













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