Der Reichtag ist der Sitz des Deutschen Bundestages der Bundesrepublik Deutschland.
Das markante Gebäude wurde zwischen 1884 und 1894 ganz in der Nähe des Brandenburger Tors als Heimat für das neue deutsche Parlament errichtet.
Am 9. November 1918 rief der Sozialdemokrat Philipp Scheidemann von einem Fenster des Reichstages die Weimarer Republik aus. Das Brennen des Reichstages im Februar 1933 nutzte Hitler als Vorwand, das Ermächtigungsgesetz und somit die Herrschaft der Nationalsozialisten durchzusetzen.
Das Hissen der sowjetischen Fahne auf dem Dach des Reichstages wird sympolisch als das Ende des 2. Weltkrieges gewertet.
In den Jahren 1957 bis 1972 wurde der Reichstag nach seiner Zerstörung im Zweiten Weltkrieg zunächst nur in vereinfachter Form wieder aufgebaut und renoviert. In den Blickpunkt der Öffentlichkeit geriet der Reichstag abermals bei der Feier zur Wiedervereinigung am 3. Oktober 1990.
Im Sommer 1995 verhüllten die beiden Verhüllungskünstler Christo und Jeanne-Claude den Reichstag und lockten viele Besucher an. Nach Beendigung dieser spektakulären Verhüllung wurde der Reichstag nach den Plänen des britischen Architekten Sir Norman Foster komplett neu ausgebaut und unter anderem mit einer riesigen begehbaren Glaskuppel versehen.
Nach dem Umzug des Regierungssitzes nach Berlin wurde der Reichstag wieder Heimat des deutschen Parlamentes, dem Bundestag. Im Reichstag finden auch gelegentlich Ausstellungen zu verschiedenen Themen statt. Außerdem wird die Grünfläche vor dem Reichstag von vielen Berlinern als Liegewiese genutzt.













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