Bötzowviertel, Prenzlauer Berg: Man läutet, wird lächelnd eingelassen und von der Jacke befreit – auf dass die nicht das schöne Bild vom durchgestylten Ambiente zerstört. Der Look der Saphire Bar erfreut nicht nur das wissende Auge, findet man doch den Stil der 60er Jahre in einer cleanen Variante vor. Der imposante Tresen aus Zebrano fällt sofort ins Auge, die Einrichtung ist hochwertig und mit viel Liebe zum Detail gearbeitet. In gedämptes Licht getauchte Lounges aus cremefarbendem Leder und Wandrahmen aus Edelstahl verbreiten eine edle, entspannte Stimmung. Die ruhig im Hintergrund gehaltene Loungemusik macht eine Unterhaltung ohne Anschreien möglich. Das hätte ich gern in jeder Cocktailbar!
Da das aufmerksame und akkurate Personal nicht nur weiß was schmeckt, sondern auch, was sich gehört, wird erstmal eine Kanne Wasser sowie Nüsse gereicht. Auf 37 Seiten findet sich dann eine riesige Auswahl an Klassikern und selbstkreierten Drinks. Kleiner Auszug gefällig? Da wären zum Beispiel "David und das Gesetz der Insel" auf Gin-Basis, der Wodka Drink "Kieselsteine aus Schokolade" oder "Schneegestöber im Sperrgebiet" mit Bourbon. Die kreativen Mixgetränke sind ihren Preis von 7-9 Euro definitiv wert, mir entwischte bei meinem ersten Besuch nach einem Schluck ein "Ups, ich bin betrunken." Wer sich bei dem Angebot von gut 300 Drinks nicht entscheiden kann, und das ist niemandem zu verdenken, vertraut ruhig auf die Eigenkreationen des Chefs Roland Hoppenheit. Dieser ist völlig zu Recht laut 'Feinschmecker' Berlins bester Barkeeper. Wer nicht so auf Cocktails steht, sucht sich einfach eine der 120 Whiskeysorten aus, trinkt Champagner oder lässt sich vom gut geschulten Service einen Wein empfehlen.
Die Saphire Bar gilt als Mekka für Genießer, Kenner und neugierige Nachtschwärmer, und hat keinerlei Probleme sich in der „Prenzlauer Masse“ zu behaupten.

















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