Otobong Nkanga im Martin-Gropius-Bau

Otobong Nkanga im Martin-Gropius-Bau

Die komplexe Beziehung zwischen Mensch, Land und Strukturen von Reparatur und Fürsorge ist ein zentrales Thema von Otobong Nkangas Ausstellung im Gropius Bau.

There’s No Such Thing as Solid Ground (1)

© dpa

09.07.2020, Berlin: Die Künstlerin Otobong Nkanga steht in ihrer Ausstellung "There's No Such Thing as Solid Ground".

Ihr Werk, das sich mit globalen ausbeuterischen Extraktionsverfahren befasst, richtet einen poetischen und gleichzeitig kritischen Blick auf das wechselseitige Verhältnis von Menschen, Flora und Fauna sowie von natürlichen Ressourcen, insbesondere Mineralien.

Gropius Bau: Reparatur und Fürsorge als wiederkehrendes Thema

Stephanie Rosenthal, Direktorin des Gropius Bau, erklärt: „Viele Künstler*innen, mit denen wir in den kommenden Jahren zusammenarbeiten werden, beschäftigen sich intensiv mit den Themen Reparatur und Fürsorge. Das spiegelt auch die ökologischen Krisen und sozialen Turbulenzen unserer Zeit. Der Gropius Bau hat seine eigene bewegte Geschichte. Bei der Renovierung des Gebäudes nach dem Krieg wurden die Spuren der Schäden nicht überdeckt, sondern bewusst sichtbar gelassen – als Erinnerung an die Notwendigkeit, Traumata anzuerkennen und Wege zu finden, über die Zukunft nachzudenken.“ Der Standort des Gropius Bau verleiht Otobong Nkangas Arbeiten eine zusätzliche Dringlichkeit. Fragen von globaler Bedeutung werden aufgeworfen: Wie ist unser Verhältnis zu Land? Wer gehört wohin? Wie können und sollten Grenzen in einer Ära der wachsenden Ressourcenknappheit definiert werden.

Otobong Nkanga: There's No Such Thing as Solid Ground

Helena Schlichting, Courtesy: Portikus

Otobong Nkanga

Vom 10. Juli bis 13. Dezember 2020 präsentiert der Gropius Bau die Ausstellung "There’s No Such Thing as Solid Ground" von Otobong Nkanga. mehr

Online bestellen

Quelle: Gropius Bau/bearbeitet Berliner.de