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Starke Typen. Griechische Porträts der Antike

Das Porträt als Bildnis einer bestimmten, realen bzw. historischen Person ist eine wichtige Errungenschaft der griechischen Kunst. Sie wirkt über die römische Kaiserzeit und die Renaissance bis heute fort und bildet die Grundlage der westlich-abendländischen Porträttradition.

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  • Bildnis des griechischen Philosophen Sokrates – Bildnis des griechischen Philosophen Sokrates © Staatliche Antikensammlungen und Glyptothek München / Foto: Renate Kühling
    © Staatliche Antikensammlungen und Glyptothek München / Renate Kühling

    Bildnis des griechischen Philosophen Sokrates – Bildnis des griechischen Philosophen Sokrates © Staatliche Antikensammlungen und Glyptothek München / Foto: Renate Kühling

  • Bildnis Alexanders des Großen
    © Staatliche Antikensammlungen und Glyptothek München / Renate Kühling

    Bildnis Alexanders des Großen

  • Die Nachgüsse der Bronzekrieger aus Riace A und B aus dem Liebieghaus Skulpturensammlung in Frankfurt / a.M. stehen in der Rotunde des Alten Museums
    © Staatliche Museen zu Berlin / Christof Hannemann

    Die Nachgüsse der Bronzekrieger aus Riace A und B aus dem Liebieghaus Skulpturensammlung in Frankfurt / a.M. stehen in der Rotunde des Alten Museums

Griechische Porträts sind jedoch keine fotografisch genauen Abbilder, die uns das tatsächliche Aussehen einer Person überliefern, sondern sie sind typengebunden und charakterisieren die Person nach Alter, sozialem Status und Zugehörigkeit zu einer bestimmten Gruppe. Maßgebend sind die jeweils gültigen Idealvorstellungen, Anlass und Ort der Aufstellung, die Eigenschaften der jeweiligen Bildträger (Statuen, Reliefs, Vasen etc.) sowie die programmatischen Absichten der Auftraggeber. Individualisierende Merkmale machen das Bildnis unverwechselbar, müssen jedoch nicht lebensecht sein. Identität wird durch Namensbeischrift hergestellt.

Die Ausstellung veranschaulicht die Entwicklung des griechischen Porträts im Spannungsfeld von Ideal und Individualisierung, die in ihren unterschiedlichen, jeweils nebeneinander existierenden Mischungen vielfältige Möglichkeiten zur Inszenierung von Identitäten boten. Zugleich beleuchtet sie verschiedene Aspekte des antiken Kontextes und der Überlieferungsgeschichte griechischer Porträts.

Den Kern der Ausstellung (Fotos) bilden 20 hochkarätige Leihgaben der Glyptothek und Antikensammlungen München. Es handelt sich um marmorne Porträtköpfe historisch bedeutender Dichter, Strategen, Philosophen und Könige, einen historischen Bronzenachguss und eine attische Vase mit einer einzigartigen Darstellung der Dichterin Sappho. Hinzu kommen aus dem Liebieghaus Frankfurt rekonstruierende Nachgüsse der berühmten bronzenen Kriegerstatuen von Riace, die in der Rotunde des Alten Museums aufgestellt und in eine spannungsreiche Interaktion mit den dort befindlichen Götterstatuen treten werden. Ergänzt und erläutert werden die Leihgaben durch Skulpturen, Vasen und Kleinkunstobjekte aus eigenen, sonst magazinierten Beständen der Antikensammlung.

Zusätzlich werden ausgewählte Exponate der Dauerausstellung im Alten Museum durch besondere Kennzeichnung und einen Übersichtsflyer einbezogen, um weitere Aspekte des Themas zu veranschaulichen. Den Besuchern wird damit ein frischer Blick auf die Dauerausstellung unter neuen Gesichtspunkten ermöglicht. Die Ausstellung ermöglichet mit ihrer Ausrichtung eine intensive Auseinandersetzung mit Fragen nach Selbstbild, Image und Inszenierung von Identitäten, die auch heute für ein breites Publikum aktuell sind und moderne Porträtschöpfungen mitbestimmen.
Eine Begleitpublikation dokumentiert die Ausstellung und ordnet die Exponate in ihren Kontext ein.

Laufzeit: Mi, 19.06.2019 bis So, 27.09.2020

Preis: 10,00 €

Ermäßigter Preis: 5,00 €

Informationen zum ermäßigten Preis: Kinder und Jugendliche bis zum vollendeten 18. Lebensjahr erhalten freien Eintritt.

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Michael Schmidt, o.T. aus Waffenruhe / Ceasefire, Detail, 1985-87, Bromsilbergelatineprint
© Stiftung für Fotografie und Medienkunst mit Archiv Michael Schmidt

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